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Kinderpornografie: US-Behörden sperren irrtümlich 84.000 Webseiten

Auf der Jagd nach Kinderpornografie im Internet ist US-Behörden ein folgenschwerer Irrtum unterlaufen. Am vergangenen Wochenende sperrten sie laut Medienberichten 84.000 Webseiten, die mit dem illegalen Material nichts zu tun hatten.
/ Nico Ernst
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Einem Bericht von Torrentfreak(öffnet im neuen Fenster) zufolge ist dem US-Justizministerium, dem Grenzschutz sowie dem Heimatschutzministerium ein Fehler unterlaufen, den die Behörden nicht öffentlich machen. Bei der "Operation Protect Our Children(öffnet im neuen Fenster)" sollen zwar zehn Domains mit kinderpornografischem Material beschlagnahmt worden sein – 84.000 andere Webseiten wurden aber irrtümlich mit einem Vermerk über ihre Beschlagnahme versehen.

Ähnlich dem deutschen Stoppschild war beim Aufruf der Adressen am vergangenen Wochenende ein Hinweis der drei Behörden zu sehen, demzufolge dort zuvor Missbrauchsdarstellungen gehostet worden waren. Wie der Provider FreeDNS aber bestätigte(öffnet im neuen Fenster), handelte es sich um einen Fehler. Die Behörden hatten pauschal die Domain "mooo.com" über den Registrar umgeleitet.

Dies ist jedoch ein Platzhalter, der für Weiterleitungen wie "meinewebseite.mooo.com" dient. FreeDNS bietet solche Dienste ähnlich wie DynDNS unter anderem gratis an. Vor allem Privatpersonen und kleine Betriebe sollen sie genutzt haben. Viele Nutzer von mooo.com zeigen sich entsetzt, wie wütende Kommentare(öffnet im neuen Fenster) in Foren belegen.

Seit dem 15. Februar 2011 ist diese Umleitung auf den Warnhinweis der Behörden wieder aufgehoben. Wie der Fehler geschehen konnte, ist noch nicht abschließend geklärt. Der Nebeneffekt bei den Fehlern ist derselbe, der auch bei allen anderen Eingriffen auf DNS-Ebene auftritt: Laut FreeDNS werden die Umleitungen erst innerhalb einiger Tage aufgehoben, wenn sich das Domain Name System aktualisiert.


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