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Cablecom: Kabelnetzbetreiber erreicht 1,37 GBit/s

Ein Schweizer Kabelnetzbetreiber hat einen Rekord bei der Datenrate erreicht. Das Netz der Liberty-Global-Tochter besteht zum Großteil bereits aus Glasfasern.
/ Achim Sawall
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Headend mit Glasfaserkabel (Bild: Cablecom)
Headend mit Glasfaserkabel (Bild: Cablecom)

Der Schweizer Kabelnetzbetreiber Cablecom will bei einem Rekordversuch eine Datenübertragungsrate von 1,37 GBit/s im Download erreicht haben. Das gab das Unternehmen in Zürich bekannt. Die Datentransferrate sei mit konventionellem Koaxial-Fernsehkabel erzielt worden.

Für den Leistungstest hat Cablecom eng mit dem Netzwerkausrüster Cisco zusammengearbeitet, dabei aber aus heute frei erhältlichen Komponenten "ein Modem der Zukunft" gebaut. Bei dem Rekordversuch kamen zudem der Cisco-Breitbandrouter CMTS uBR10012 und die Cable Interface Line Card uBR-MC3G60V zum Einsatz, erklärte Cablecom.

Der Zeitpunkt für eine kommerzielle Einführung solch hoher Geschwindigkeiten sei noch nicht absehbar, so das Unternehmen. "Wir wollten zeigen, dass unser Netz auch in 15 bis 20 Jahren noch konkurrenzfähig sein wird" , sagte Netzwerkchef Alfred Seiler der Basler Zeitung(öffnet im neuen Fenster) .

Der Netzbetreiber will in den letzten Jahren 1,5 Milliarden Franken (1,156 Milliarden Euro) in seine Infrastruktur investiert haben. Ein Großteil des Cablecom-Netzes besteht bereits aus Glasfasern. Erst auf den letzten 100 bis 700 Metern bis zur Wohnung des Kunden würden Koaxialkabel verwendet. Eric Lennon, Chief Technical Officer der europäischen Breitbandaktivitäten der Cablecom-Muttergesellschaft Liberty Global, sagte: "Dieser Test zeigt, dass unsere Glasfaser-Koaxial-Hybridstruktur dafür bereit ist, Geschwindigkeiten von über 1 GBit/s zu erreichen." "Es gibt pragmatische Gründe, die für den Umstieg auf Glasfaser sprechen" , räumte Seiler gegenüber der Basler Zeitung ein.

Im November 2010 hatte Kabel Deutschland im Download eine Datenübertragungsrate von 1,17 GBit/s erreicht. Die Datentransferrate wurde laut Kabelnetzbetreiber bei einem Feldtest ebenfalls zusammen mit dem Netzwerkausrüster Cisco in Hamburg erzielt. In einem Teil des Hamburger Kabelnetzes wurde dafür Kapazität geschaffen und das Kabelnetz auf 862 MHz aufgerüstet, so der deutsche Betreiber.


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