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Fraunhofer-Institut

Video-Codierverfahren für 3D-Filme mit LTE-Advanced

Das Kompressionsverfahren Multiview-Video-Coding des Heinrich-Hertz-Instituts erlaubt die flexible Auslieferung von 3D-Filmen über den 4G-Nachfolger LTE-Advanced. Wer nicht für 3D zahlt oder einen schlechten Kanal hat, kriegt nur 2D zu sehen.

Artikel veröffentlicht am ,
Bild: Heinrich Hertz Institut
Bild: Heinrich Hertz Institut

Forscher vom Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik haben den geplanten 4G-Nachfolger LTE-Advanced mit einem Video-Codierverfahren kombiniert, um 3D-Filme aufs Handy und auf den Fernseher zu bringen. Auf dem Mobile World Congress in Barcelona stellte Thomas Haustein, Chef für den Bereich Wireless Communications and Networks beim Heinrich Hertz Institut, Golem.de die Ergebnisse der Arbeit der Wissenschaftler vor.

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Bereits für Filme in HD-Qualität hatten Forscher das Kompressionsverfahren H.264/AVC entwickelt, das die Filme auf kleinere Datenraten rechnet. Dasselbe soll nun mit Multiview-Video-Coding (MVC) für 3D-Filme möglich sein. "Mit MVC werden die zwei Bilder, die für den stereoskopischen 3D-Effekt nötig sind, so zusammengepackt, dass die Bitrate des Films deutlich verringert wird", sagte Thomas Schierl vom Heinrich-Hertz-Institut. 3D-Filme sollen mit diesem Verfahren um bis zu 40 Prozent verkleinert werden.

Das im LTE-Funksystem integrierte Radio Ressource Management ermöglicht Anpassungen mit Quality of Service. "Die mittels MVC aufgeteilten 2D- und 3D-Ströme können an der Luftschnittstelle für jeden Nutzer individuell priorisiert werden, um unterschiedliche Dienste zu unterstützen und neuen Geschäftsmodellen den Weg zu eröffnen", erklärte Thomas Wirth vom Heinrich-Hertz-Institut. So würden Premiumdienste möglich, bei denen nur der zahlende Nutzer Filme in 3D empfängt. Auch eine 3D-Qualitätsgarantie bei ungünstigen Empfangsbedingungen sei möglich.

"In mobiler Umgebung ist der Funkkanal mal besser und mal schlechter. Die Datenrate, die man für eine bestimmte Qualität braucht, ist nicht immer verfügbar", sagte Haustein. Mit MVC lasse sich vermeiden, dass das Video bei einem schlechten Funkkanal stehenbleibe. Hat der Nutzer einen sehr guten Kanal, oder zahlt er einen zusätzlichen Preis, bekommt er alle Pakete als 3D-Bild. Wenn der Nutzer nicht bezahlen will, es zu viele Nutzer für den Service gibt oder der Kanal zu schlecht ist, können die 3D-Pakete einfach weggelassen werden. "Die Qualität wird von 3D auf 2D degradiert", ohne dass das Video abbricht.



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thomas001le 17. Feb 2011

Also im Kino zumindest ist 2D von der Qualität besser - heller, kontrastreicher. ;)

nate 17. Feb 2011

Netter Artikel, aber wo sind jetzt die "News" bei diesen News? MVC ist kein neues...


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