• IT-Karriere:
  • Services:

Auswärtiges Amt

Umstieg auf Windows nach massiven Mitarbeiterprotesten

Beschwerden der Mitarbeiter haben bewirkt, dass das Auswärtige Amt seine Clientrechner von Linux auf Windows XP umstellt. Das belegt ein internes Rundschreiben der IT-Abteilung.

Artikel veröffentlicht am ,
Auswärtiges Amt: Umstieg auf Windows nach massiven Mitarbeiterprotesten

90 Prozent der Mitarbeiter im Auswärtigen Amt, auf deren Rechnern Linux und Windows parallel installiert sind, nutzen vornehmlich die Windows-Version, wie ein internes Rundschreiben belegt, das netzpolitik.org vorliegt. Grund seien die vielen "ungelösten Interoperabilitätsprobleme", durch die die "Kommunikation und damit die Arbeitsfähigkeit zum Teil beeinträchtigt ist." Vor allem der Dokumententausch mit anderen Ressorts habe Probleme bereitet.

Stellenmarkt
  1. KION Group AG, Frankfurt am Main
  2. Eurowings Aviation GmbH, Köln

Die IT-Abteilung im Auswärtigen Amt beklagt, dass kein anderes Ressort dem Ansatz des Außenministeriums gefolgt sei. Zudem sei "ein übergreifendes Projekt zur Entwicklung eines Open Source Bundesclients" im Sommer 2010 vom Bundesministerium des Inneren (BMI) eingestellt worden, heißt es im Memorandum des Leiters des IT-Referats Michael Groß.

"Dies überforderte die Ressourcen der eigenen IT und ist auf Grund der Alleinstellung des AA und des damit verbundenen Aufwands - auch dies hat uns die Organisationsberatung mit Zahlen belegt - auf lange Sicht sogar teurer als der konventionelle Ansatz im Geleitzug mit anderen Bundesressorts."

McKinsey-Studie sagt höhere Kosten voraus

Die besagte Organisationsberatung ist das McKinsey Institut, das in einer Studie vom 19. März 2010 allerdings notiert, die Windows-Single-Boot-Variante sei "technisch möglich und aus Nutzersicht attraktiv, jedoch teuer, aufwendig und als Schritt schwer vermittelbar". Zudem bringe die Migration zu Windows "mittelfristig signifikante Lizenz- und Migrationskosten."

Dennoch hatte das Auswärtige Amt bereits im August 2010 beschlossen, die Arbeitsplatzrechner wieder komplett auf Windows umzustellen. 2011 sollen zunächst 3.000 Rechner in der Zentrale und in den Auslandsvertretungen auf das "vertraute" Windows XP umgestellt werden. Die übrigen 9.000 Arbeitsplätze sollen ab 2012 auf Windows 7 mit Office 2010 umgestellt werden, samt Outlook als neuem Mailsystem mit integrierter Kalender- und Kontaktfunktion.

Auswärtiges Amt spricht von gleichbleibenden Kosten

In der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage des SPD-Abgeordneten Oliver Kazcmarek heißt es zu der Kostenfrage: "Es entstehen keine mittelbaren Kosten, im Gegenteil, durch die Einführung von standardisierten Softwareprodukten und die Nutzung von im Bund bereits vorhandenen Softwarelösungen sowie Hardwareproduktpaletten werden Effizienzgewinne (insbesondere im Hardwarebereich und bei nachfolgenden Betreuungsaufgaben) erwartet."

Die entlastete IT-Betreuung soll Mitarbeiter besser betreuen können, "weil die IT-Mitarbeiter nicht mehr eine Vielfalt von PC-Varianten mit ganz unterschiedlichen Problemen zu bearbeiten haben."

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 1439,90€ (Vergleichspreis: 1530,95€)
  2. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

taudorinon 18. Feb 2011

Deswegen sollten solche Dinge vor einer Migration geprüft werden. In vorliegendem Fall...

spanther 18. Feb 2011

Ja das weiß ich doch, aber ich sprach doch nicht über die Firma :) Natürlich...

RioDerReiser 18. Feb 2011

Als ich fühle mich in meiner Erfahrung bestätigt, das die Einführung von Linux zwar eine...

Highcoder 18. Feb 2011

...? Hab mich grad erst hier angemeldet. Bisher hab ich nur die News und kommentare...

Beinemann 18. Feb 2011

du könntest recht haben. diese tirade macht pamphlete salonfähig.


Folgen Sie uns
       


Silent Hill (1999) - Golem retro_

Wir haben einen Ausflug ins beschauliche Silent Hill gemacht - und ins Jahr 1999.

Silent Hill (1999) - Golem retro_ Video aufrufen
Amazon, Netflix und Sky: Disney bringt 2020 den großen Umbruch beim Videostreaming
Amazon, Netflix und Sky
Disney bringt 2020 den großen Umbruch beim Videostreaming

In diesem Jahr wird sich der Video-Streaming-Markt in Deutschland stark verändern. Der Start von Disney+ setzt Netflix, Amazon und Sky gehörig unter Druck. Die ganz großen Umwälzungen geschehen vorerst aber woanders.
Eine Analyse von Ingo Pakalski

  1. Peacock NBC Universal setzt gegen Netflix auf Gratis-Streaming
  2. Joyn Plus+ Probleme bei der Kündigung
  3. Android TV Magenta-TV-Stick mit USB-Anschluss vergünstigt erhältlich

Ryzen Mobile 4000 (Renoir): Lasst die Ära der schrottigen AMD-Notebooks enden!
Ryzen Mobile 4000 (Renoir)
Lasst die Ära der schrottigen AMD-Notebooks enden!

Seit vielen Jahren gibt es kaum Premium-Geräte mit AMD-Chips und selbst bei vermeintlich identischer Ausstattung fehlen Eigenschaften wie eine beleuchtete Tastatur oder Thunderbolt 3. Schluss damit!
Ein IMHO von Marc Sauter

  1. HEDT-Prozessor 64-kerniger Threadripper schlägt 20.000-Dollar-Xeons
  2. Ryzen Mobile 4000 AMDs Renoir hat acht 7-nm-Kerne für Ultrabooks
  3. Zen+ AMD verkauft Ryzen 5 1600 mit flotteren CPU-Kernen

Schräges von der CES 2020: Die Connected-Kartoffel
Schräges von der CES 2020
Die Connected-Kartoffel

CES 2020 Wer geglaubt hat, er hätte schon alles gesehen, musste sich auch dieses Jahr auf der CES eines Besseren belehren lassen. Wir haben uns die Zukunft der Kartoffel angesehen: Sie ist smart.
Ein Bericht von Martin Wolf

  1. Smart Lock Netatmo und Yale zeigen smarte Türschlösser
  2. Eracing Simulator im Hands on Razers Renn-Simulator bringt uns zum Schwitzen
  3. Zu lange Ladezeiten Ford setzt auf Hybridantrieb bei autonomen Taxis

    •  /