Abo
  • Services:

RSA-Conference

Microsoft-Manager will Gesundheitszeugnis für PCs

Um Botnetze zu bekämpfen, fordert der Chef von Microsofts Trustworthy Computing Group, Scott Charney, die Einführung von "Gesundheitszertifikaten" für PCs. Nur noch "gesunde" private PCs sollen dann problemlos eine Internetverbindung erhalten.

Artikel veröffentlicht am ,

Botnetze, Würmer, Viren: Stellen Verbraucher eine Internetverbindung her, lassen sie digitale Schädlinge von ihren privaten PCs auf die gesamte Internetpopulation los. Bisher hat noch niemand ein Patentrezept dagegen gefunden. Scott Charney, bei Microsoft für die Trustworthy Computing Group zuständig, hat nun auf der RSA-Conference in San Francisco einen radikalen Lösungsvorschlag für ein "Gesundheitswesen für das Internet" unterbreitet und dazu ein White Paper vorgelegt.

Stellenmarkt
  1. ELAXY GmbH, Coburg
  2. Hornbach-Baumarkt-AG, Neustadt an der Weinstraße

Geht es nach Charney, sollten in Zukunft nur noch "gesunde PCs" problemlos ins Internet dürfen. Dazu sollten die Internetprovider von ihren Kunden verlangen, für eine Internetverbindung eine Art Gesundheitszeugnis für ihren PC vorzulegen. Nur wer nachweisen kann, dass er auf seinem PC "Aktualisierungen für die installierte Software eingespielt hat, über eine funktionierende, korrekt eingerichtete Firewall sowie aktuelle Antivirensoftware verfügt, und dass sein PC nicht mit bekannter Schadsoftware infiziert ist", soll problemlos eine Internetverbindung bekommen.

Wessen PC-Gesundheitszeugnis hingegen auf "ein Sicherheitsproblem hinweist", soll darüber informiert werden, dass und wie er das Problem zu lösen hat. Bei schwerwiegenden Sicherheitsproblemen oder der Weigerung des Nutzers, die monierten Probleme zu lösen, will Charney zu härteren Maßnahmen greifen, "beispielsweise die Bandbreite verringern". Eine totale Verweigerung der Internetverbindung hält Charney hingegen nicht für möglich: "Infizierte Computer könnten immer noch zu bestimmten Aktivitäten zugelassen werden."

Um sicherzustellen, dass diese Nachweiszertifikate fälschungssicher und somit vertrauenswürdig sind, schlägt Charney vor, dass ein Trusted Platform Module (TPM) in Zusammenarbeit mit Hypervisor-Software für die "Integrität der Nutzerinformationen" die technische Vertrauensgrundlage für das PC-Gesundheitszeugnis bildet. Microsoft selbst hat mit dem Windows Hypervisor bereits ein Produkt im Portfolio, das für derartige Zwecke wichtige Voraussetzungen mitbringt.

Ganz neu ist Charneys Idee nicht. Konzepte für die Verwaltung und Nutzung derartiger Integritätszertifikate für PCs zwecks "Remote Attestation" und "Platform Authentication" von der Trusted Computing Group (TCG) waren bereits vor Jahren unter Beteiligung von Microsoft entwickelt worden. Deren Umsetzung war bisher lediglich im Unternehmensumfeld ein gewisser Erfolg beschieden. Bei Verbrauchern fand die Vorstellung, jedes Mal beim Surfen einen digitalen Ausweis vorzeigen zu müssen, jedoch wenig Zustimmung.

Auch Charney ist sich der Risiken seines Zertifikatmodells für Datenschutz und Meinungs-/Redefreiheit im Internet durchaus bewusst. Er betont, dass es darauf ankäme, eine Architektur für das System zu entwickeln, die "den Datenschutz eingebaut" hat und den richtigen Ausgleich zwischen "technischen und nicht technischen Kontrollmechanismen" bietet. So könne "potenzieller gesellschaftlicher Schaden abgemildert werden". [von Robert A. Gehring]



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 9,99€
  2. (u. a. Spider-Man 1-3 für 8,49€, X-Men 1-6 für 23,83€ und Batman 1-4 für 14,97€)

WolfgangS 17. Feb 2011

Nope. Die Leute die glauben alles richtig zu machen und Linux verwenden sind meisten im...

ma_il 17. Feb 2011

Siehe auch: http://neusprech.org/freiheitsschonend/ sowie http://neusprech.org...

spanther 17. Feb 2011

Meinen Glückwunsch! :) Nach langer eigener Recherche hat sich Linux Mint als eine super...

Himmerlarschund... 17. Feb 2011

MSE ist kostenlos und würde bei solch einer Prüfung vermutlich sogar als "Virenscanner...

Anonymer Nutzer 17. Feb 2011

Das hab ich mir auch so gedacht.


Folgen Sie uns
       


Detroit Become Human - Livestream

Detroit: Become Human hat unseren Chat und Livestreamer Michael Wieczorek überzeugt. Immer wieder und wieder wollten wir wissen, wie es in dem spannenden Sci-Fi-Krimi in unserer(?) Zukunft weitergeht.

Detroit Become Human - Livestream Video aufrufen
K-Byte: Byton fährt ein irres Tempo
K-Byte
Byton fährt ein irres Tempo

Das Startup Byton zeigt zur Eröffnung der Elektronikmesse CES Asia in Shanghai das Modell K-Byte. Die elektrische Limousine basiert auf der Plattform des SUV, der vor fünf Monaten auf der CES in Las Vegas vorgestellt wurde. Unter deutscher Führung nimmt der Elektroautohersteller in China mächtig Fahrt auf.
Ein Bericht von Dirk Kunde

  1. KYMCO Elektroroller mit Tauschakku-Infrastruktur
  2. Elektromobilität Niu stellt zwei neue Elektromotorroller vor
  3. 22Motor Flow Elektroroller soll vor Schlaglöchern warnen

Elektroautos: Ladesäulen und die Tücken des Eichrechts
Elektroautos
Ladesäulen und die Tücken des Eichrechts

Wenn Betreiber von Ladestationen das Wort "eichrechtskonform" hören, stöhnen sie genervt auf. Doch demnächst soll es mehr Lösungen geben, die die Elektromobilität mit dem strengen deutschen Eichrecht in Einklang bringen. Davon profitieren Anbieter und Fahrer gleichermaßen.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. WE Solutions Günstige Elektroautos aus dem 3D-Drucker
  2. Ladesäulen Chademo drängt auf 400-kW-Ladeprotokoll für E-Autos
  3. Elektromobiltät UPS kauft 1.000 Elektrolieferwagen von Workhorse

Deutsche Siri auf dem Homepod im Test: Amazon und Google können sich entspannt zurücklehnen
Deutsche Siri auf dem Homepod im Test
Amazon und Google können sich entspannt zurücklehnen

In diesem Monat kommt der dritte digitale Assistent auf einem smarten Lautsprecher nach Deutschland: Siri. Wir haben uns angehört, was die deutsche Version auf dem Homepod leistet.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Patentantrag von Apple Neues Verfahren könnte Siri schlauer machen
  2. Siri vs. Google Assistant Apple schnappt sich Googles KI-Chefentwickler
  3. Digitaler Assistent Apple will Siri verbessern

    •  /