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Onlive: Patentstreit um potenziellen Milliardenmarkt Spielestreaming

Noch ist das Streamen von Computerspielen eine winzige Marktnische, trotzdem droht bereits jetzt ein Rechtsstreit um die grundlegenden Technologien. Onlive verfügt über ein angeblich fundamentales Patent – das stellt ein britisches Unternehmen nun infrage.
/ Peter Steinlechner
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7,849,491(öffnet im neuen Fenster) oder 20,050,104,889(öffnet im neuen Fenster) : Das könnte eine der wichtigsten Fragen im potenziellen Milliardenmarkt rund um das Streamen von Computerspielen sein. Die erste Nummer steht für ein Patent, das Onlive gehört und das nach Darstellung des US-Unternehmens die grundlegende Technologie eben für das Streaming von Games beschreibt. Die zweite Zahl hat mit der bislang unbekannten britischen Firma T5 Labs(öffnet im neuen Fenster) zu tun, die nach ihrer eigenen Auffassung ebenfalls über ein fundamentales Patent zum Streaming verfügt. Beide Patente wurden im Jahr 2002 eingereicht, das von T5 Labs ist ein paar Monate älter, so das Venturebeat.com(öffnet im neuen Fenster) .

Onlive – Trailer
Onlive – Trailer (01:59)

Wichtigster technischer Unterschied: Bei Onlive werden die einzelnen Bilder des Spiels nach dem Rendern erst komprimiert und dann per Internet auf den Bildschirm des Spielers geschickt. Bei T5 Labs findet nach Darstellung des Unternehmens die Kompression bereits statt, bevor die Grafikkarte zu arbeiten beginnt. Die Software von T5 verfüge dadurch über zusätzliche Informationen, was eine schnellere und effizientere Kompression erlaube.

Gegenüber Venturebeat.com stellt T5-Chef Graham Clemie das Patent von Onlive infrage; derzeit prüfe man die rechtlichen Möglichkeiten. Ein Sprecher von Onlive wiederum hat Joystiq.com(öffnet im neuen Fenster) gesagt, dass die beiden Patente nichts miteinander zu tun hätten.

Noch komplizierter wird die Lage durch einen dritten Marktteilnehmer: das ebenfalls aus Großbritannien stammende Gaikai(öffnet im neuen Fenster) . Das hatte Ende 2010 begonnen, für seine offene Betaphase zu werben. Seitdem ist von dem Unternehmen kaum noch etwas zu hören. Laut Firmenchef Dave Perry hat das Patent von Onlive allerdings keine Auswirkungen auf seine Pläne.


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