Anlegergruppe: Nokia Plan B gibt auf
Die Gruppe Nokia Plan B, die sich gerade erst als Vereinigung kritischer Investoren vorgestellt hatte , gibt auf. Die ablehnenden Reaktionen von institutionellen Anlegern wie Kreditinstituten, Investmentgesellschaften und Investmentfonds seien der Grund. "In den letzten 36 Stunden haben uns hunderte Aktionäre mit 10 bis 400.000 Anteilen kontaktiert und ihre Unterstützung angeboten. Doch die Reaktionen der institutionellen Anleger waren nicht ermutigend" , gab die Gruppe bekannt, die nach eigenen Angaben aus neun jugendlichen Kleinaktionären besteht. "Das war es dann von uns" , verabschiedete sich Nokia Plan B(öffnet im neuen Fenster) .
Nokia Plan B wollte das Bündnis des Handyherstellers mit Microsoft wieder zurückfahren, Nokia-Firmenchef Stephen Elop entlassen und durch einen Manager mit Erfahrungen in der internationalen Mobilfunkbranche ersetzen. Die selbsternannten jungen Anleger wollten sich in den Aufsichtsrat des finnischen Konzerns wählen lassen, um mit einem neuerlichen Strategiewechsel das Linux-basierte Betriebssystem Meego zur wichtigsten Plattform für Nokia-Smartphones zu machen. Nokia und Microsoft hatten angekündigt, Windows Phone 7 als primäres Betriebssystem auf seinen Geräten einzusetzen und seine Entwicklung auf Hardware, Anpassung von Software und Sprachunterstützung zu beschränken.
Institutionelle Anleger könnten wegen treuhänderischer Verantwortung keine Gruppe Jugendlicher in den Aufsichtsrat wählen, erklärte Nokia Plan B. Diese Finanzkreise würden ihre Einlagen jetzt bei Nokia abziehen und anderswo investieren. Zudem würde die Zeit für die Umsetzung von Plan B zu knapp, weil zu viele gute Programmierer bereits das finnische Unternehmen verlassen hätten.
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