Telekom: 4G = LTE, HSPA+ oder WLAN
In Deutschland und Österreich will die Telekom die maximal per Mobilfunk verfügbare Bandbreite noch 2011 von 21 auf 42 MBit/s verdoppeln. Gleiches gilt für die USA. Andere Länder in Europa sollen zumindest 21 MBit/s anbieten. Dabei setzt die Telekom in erster Linie auf HSPA+. Aber auch LTE und WLAN-Hotspots sollen massiv ausgebaut werden.
Die Telekom beschreibt die Vorhaben als 4G-Offensive: "4G bedeutet für uns vor allem ein einwandfreies Nutzererlebnis für unsere Kunden über unterschiedliche Technologien hinweg", sagt Telekom-Vorstand Ed Kozel. Das "4G-Erlebnis" werde sich vor allem dadurch auszeichnen, "dass unsere Kunden in Zukunft mit modernen, leistungsstarken und intuitiv zu bedienenden Geräten immer automatisch die schnellste gerade verfügbare Verbindung nutzen können. Ob diese Verbindung dann auf LTE, HSPA+ oder WLAN basiert, wird für sie nebensächlich."
So ist auch der Ausbau des UMTS-Netzes Teil der 4G-Offensive. Vor allem in den Ballungsgebieten, in denen die Nutzung besonders hoch ist, soll das Netz erweitert werden.
Zudem soll das Netz an WLAN-Hotspots erweitert werden. Mit France-Télécom-Orange gibt es darüber hinaus Gespräche über bessere WLAN-Roamingbedingungen. Um die WLAN-Nutzung komfortabler zu machen, bietet die Telekom verschiedene Smartphone-Apps wie den Hotspot-Finder für das iPhone an. Eine Anwendung für Android-Smartphones ermöglicht automatisches Einloggen und soll den nahtlosen Wechsel zwischen UMTS und WLAN erlauben, wenn ein Hotspot in Reichweite kommt oder verlassen wird. Ab März 2011 soll die Android-App um einen Hotspot-Finder erweitert und ebenfalls für Österreich und die Niederlande bereitgestellt werden.
In Sachen LTE hat die Telekom nach eigenen Angaben 2010 mehr als 1.000 bisher nicht mit Breitband versorgte Gebiete an das Hochgeschwindigkeitsnetz angeschlossen. 2011 sollen weitere 1.500 sogenannte weiße Flecken folgen.
Mittelfristig will die Telekom einen nahtlosen Übergang zwischen den unterschiedlichen Technologien – HSPA, LTE und WLAN – für Notebooknutzer ermöglichen und beteiligt sich dazu an der Entwicklung des Open Connection Manager API innerhalb der Open Mobile Alliance (OMA). Ein Pilotprojekt ist noch 2011 geplant, die kommerzielle Einführung zusammen mit Herstellern von USB-Adaptern soll im kommenden Jahr folgen.
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