Meego: Intel entwickelt weiter, Nokia auch - ein wenig
Intel will an der Entwicklung von Meego festhalten – trotz Nokias Ankündigung, seine mobilen Geräte künftig mit Windows Phone 7 auszuliefern. Der Konzern zeigte sich zwar enttäuscht von Nokias Abkehr von dem Open-Source-Betriebssystem für mobile Geräte, will aber an seiner eigenen Strategie festhalten, Meego neben Android und Windows Mobile 7 zu platzieren.
Meego wird nicht nur für Smartphones entwickelt, sondern ist auch für den Einsatz in Set-Top-Boxen, Tablets oder Unterhaltungsgeräten in Autos gedacht. Open-Source-Entwickler berichten hingegen, dass die Unterstützung für Netbooks zurückgefahren wird . Mit Meego wollte Intel gemeinsam mit Nokia eine eigene Plattform samt Ökosystem für seine mobilen Chipsätze anbieten.
Aus Entwicklerkreisen bei Nokia heißt es indes, der Konzern wolle an der Weiterentwicklung des Qt-Frameworks festhalten. Symbian solle auch künftig mit Qt erweitert werden und weiterhin auf den 150 Millionen Geräten laufen, die Nokia in den nächsten Jahren verkaufen will, schreibt Daniel Kihlberg in seinem Blog(öffnet im neuen Fenster) . Kihlberg ist Leiter des Qt-Ökosystems bei Nokia und zuständig für die Vermarktung, den Verkauf und die Dienste des Qt-Frameworks.
Zudem wolle Nokia seine Mitarbeit an dem Meego-Projekt nicht komplett einstellen. Für 2011 plane der finnische Konzern die Veröffentlichung eines Geräts mit Meego und Qt, erklärt Kihlberg. Ursprünglich wollte Nokia 2011 das Meego-basierte N9 vorstellen. Das Gerät soll allerdings wieder an die Entwicklungsabteilung geschickt worden sein. Interne Kreise berichten laut dem Nachrichtenportal Techcrunch(öffnet im neuen Fenster) , dass die Tastatur des Geräts nicht zufriedenstellend funktioniert.
Stattdessen soll ein Gerät mit dem Namen N9-01 erscheinen. Gerüchten zufolge soll es sich um ein Intel-Atom-CPU-basiertes mobiles Gerät mit einer Auflösung von 480 x 854 Pixel handeln. Daraus errechnet phonearena.com(öffnet im neuen Fenster) eine Bildschirmdiagonale von 4,1 Zoll, was in etwa 10 Zentimeter entspricht. Laut Techcrunch wird auf dem Gerät aber nicht die offizielle Meego-Benutzeroberfläche laufen, sondern eine von einem externen Unternehmen, "bestehend aus etwa drei Personen" , entwickelte Software.
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