Prototyp

3D ohne Brille mit 5 Metern Diagonale

Nicht nur einen 200-Zoll-Bildschirm haben japanische Forscher gebaut - das Riesendisplay kann auch stereoskopische Bilder ohne Brille darstellen. Das Prinzip basiert auf Rückprojektion, löst aber auch einige typische 3D-Probleme.

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Die 200-Zoll-Leinwand
Die 200-Zoll-Leinwand

Das 3D-Gerät mit einer sichtbaren Diagonalen von 200 Zoll (umgerechnet über 5 Meter) haben Wissenschaftler des staatlichen Instituts NICT in Kyoto gebaut. Es geht dabei nicht alleine um den Rekord, erst mit einer solchen Diagonalen lassen sich Menschen und Autos in Originalgröße darstellen. Das ist beispielsweise für virtuelle Realitäten ein Vorteil.

  • Menschen vor dem 200-Zoll-Display (Bild: NICT)
  • Dünner Film und Projektorgruppen (Bild: NICT)
  • Das Prinzip: Rückprojektion mit LED-Licht (Bild: NICT)
Das Prinzip: Rückprojektion mit LED-Licht (Bild: NICT)

Das Gerät arbeitet mit zwei Projektorgruppen, die eine Leinwand von hinten beleuchten. An der Vorderseite der Leinwand befinden sich Parallaxen-Barrieren, ähnlich denen, wie sie von den sogenannten Wackelbildern bekannt sind. Mit einer solchen Darstellung, die einen 3D-ähnlichen Effekt ohne Brille ermöglicht, ist auch das Cover der Blu-ray-3D des Films "Ich - einfach unverbesserlich" ausgestattet.

Gegenüber solchen seit Jahrzehnten bekannten Spielereien wollen die japanischen Forscher aber ein grundlegendes Problem gelöst haben: Die Streifen zwischen den Parallaxen-Barrieren, manchmal auch als Linsen bezeichnet, sind bei solchen Verfahren oft sichtbar. Um sie weniger störend zu machen, arbeiten die Projektoren mit LEDs, wobei sich die beiden Gruppen gegenseitig abgleichen. So sollen Unregelmäßigkeiten in Helligkeit und Farbe zwischen den beiden Bildern minimiert werden.

Die Wissenschaftler sprechen in ihrer Vorstellung des Projekts von "50 parallax images", gemeint sein dürfte eine Staffelung in 50 Tiefenebenen. Für künftige Entwicklungen sollen es 200 Ebenen sein, ob aus dem Prototyp je ein kommerzielles Projekt wird, ist noch nicht abzusehen. Neben dem japanischen Kommunikationsministerium hat aber auch JVC/Kenwood die Forschungsarbeit unterstützt.

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