Bezahldienstleister: Paypal wird eBays Hauptgeschäftszweig
Der Bezahldienstleister Paypal wird seinen Umsatz bis 2013 auf 6 bis 7 Milliarden US-Dollar verdoppeln. Das kündigte der Chef der eBay-Sparte Scott Thompson gestern auf einem Analystentreffen an. In den nächsten drei bis fünf Jahren soll Paypal zum wichtigsten Umsatzbringer des Auktionsplattformbetreibers werden. 2010 erzielte Paypal einen Umsatz von 3,4 Milliarden US-Dollar.
Thompson bezifferte Paypals Anteil am weltweiten Onlinezahlungsverkehr auf 18 Prozent. 2008 habe Paypal 14 Prozent des Marktes kontrolliert. Paypal schloss das vierte Quartal 2010 mit 94,4 Millionen aktiven Kundenkonten ab. Jeden Monat kamen zuletzt etwa eine Million aktive Nutzer hinzu. Bis 2013 soll Paypal 130 Millionen Nutzer haben.
"Da kommt keiner ran, nicht die Banken, nicht die Telekommunikationsunternehmen und nicht die Startups. Die Konkurrenten haben alle die Funktionen, die wir bieten, aber keiner erreicht unsere Breite" , sagte Thompson. Im Jahr 2013 sollen 75 bis 80 Prozent der eBay-Verkäufe über Paypal abgewickelt werden, im Jahr 2010 lag der Anteil bei 69 Prozent. Jeder Prozentpunkt steht für 20 Millionen US-Dollar Jahresumsatz für Paypal. Bei Onlineauktionen kann eBay nicht mehr mit dem Wachstum des E-Commerce-Marktes mithalten.
In Deutschland wollte das Bundeskartellamt laut einem Medienbericht die von eBay angekündigte Paypal-Pflicht unter die Lupe nehmen. Seit Februar 2010 mussten eBay-Verkäufer mit weniger als 50 Bewertungspunkten Zahlungen per Paypal akzeptieren. Im April wurde von der Wettbewerbsbehörde entschieden(öffnet im neuen Fenster) , kein Verfahren wegen des Paypal-Zwangs für Verkäufer einzuleiten. Eine abschließende Entscheidung hierzu stehe noch aus. EBay hätte somit keinesfalls einen Freibrief erhalten, so das Bundeskartellamt. Beim Zahlungssystem der eBay-Tochter fallen Gebühren von bis zu 3,9 Prozent vom Verkaufspreis an.
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