• IT-Karriere:
  • Services:

Inside Wikileaks

Große Klappe, kleiner Server

In dem heute erschienenen Buch "Inside Wikileaks" erzählt Aussteiger Daniel Domscheit-Berg von seiner Zeit bei "der gefährlichsten Website der Welt". Golem.de hat sich das Enthüllungsbuch angeschaut, das sich streckenweise recht larmoyant liest.

Artikel veröffentlicht am ,
Daniel Domscheit-Berg
Daniel Domscheit-Berg

Gut ein halbes Jahr nach seinem Ausstieg bei Wikileaks hat Daniel Domscheit-Berg, die ehemalige Nummer zwei nach Julian Assange, ein Buch über seine Zeit bei der Gruppe veröffentlicht. "Inside Wikileaks" heißt das Buch, das Domscheit-Berg in Zusammenarbeit mit der Zeit-Online-Redakteurin Tina Klopp geschrieben hat. Es ist im Econ-Verlag (304 Seiten, 18 Euro) erschienen und liegt ab heute in den Buchhandlungen.

"Meine Zeit bei der gefährlichsten Website der Welt", lautet der etwas reißerische Untertitel. Das Buch liefert eine interessante Innenansicht der Frühzeit und Entwicklung von Wikileaks. Es liest sich über weite Strecken aber wie die Abrechnung eines sitzengelassenen Liebhabers.

  • Daniel Domscheit-Berg: Inside Wikileaks (Econ)
Daniel Domscheit-Berg: Inside Wikileaks (Econ)

Wie ambivalent er dem ganzen Projekt gegenübersteht, verdeutlicht der Autor mit einer Anekdote, die er über einen Besuch in der isländischen Hauptstadt Reykjavík 2009 erzählt: Als Erinnerung an den Aufenthalt wollte er sich das Wikileaks-Logo - von Eingeweihten stets WL abgekürzt - tätowieren lassen. Doch das Tattoo wurde nie vollendet. "Und so laufe ich noch heute mit einem halben WL-Logo durch die Welt. Und das wird wohl auch so bleiben. Ich finde, es passt gut."

Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft

Zunächst schildert Domscheit-Berg in seinem Buch den Beginn einer Beziehung: Als er Julian Assange 2007 kennenlernte, war er fasziniert. "Ich war stolz, einen Freund zu haben, in dem dieses Feuer brannte, für den Ideen und Prinzipien und die Veränderung der Welt zum Besseren alles waren. Der einfach aufsprang und handelte und dabei wenig darauf gab, was andere sagten", schreibt er. Dass Assange mit ihm zusammenarbeiten wollte, schmeichelte Domscheit-Berg.

Stellenmarkt
  1. AKDB, Villingen-Schwenningen, Regensburg
  2. FLYERALARM Digital GmbH, Berlin, Würzburg

Die beiden Freunde waren in der Anfangszeit von Wikileaks fast das komplette Unternehmen und verfügten über keine nennenswerte Infrastruktur - ein Umstand, den sie vor der Öffentlichkeit sorgsam verbargen. Einen einzelnen Server verkauften sie nach außen hin als ausgefeilte Infrastruktur von Servern, ein Ausfall des Systems konnte in der allgemeinen Wahrnehmung als Angriff oder Zensur durchgehen. "Tatsächlich hieß das ganze Geheimnis schlicht: Technikschrott."

Wie mit der Technik hielten es Assange und Domscheit-Berg auch mit den Mitarbeitern: Sie versuchten, nach mehr auszusehen. Nur wenige der Personen, mit denen Wikileaks auftrat, waren real, die beiden Hauptakteure verwendeten einfach verschiedene Namen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Zwei Großmäuler mit einer einzigen Uralt-Maschine 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5. 5
  6. 6
  7. 7
  8. 8
  9.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de
  2. 369,45€ (Bestpreis!)

ChaosGeek 17. Feb 2011

""Defective by design"" - Es werden jetzt hoffentlich neue Plattformen kommen. Besser...

ChaosGeek 15. Feb 2011

Aller Kriterien eines Stalkertrolls vorhanden. Weiter so CS. Zumindest habe ich dir die...

samy 15. Feb 2011

Richtig das fließen Geld zu einer Stiftung die angeblich Wikileaks unterstützt, dann...

Charles Marlow 15. Feb 2011

Ja, Dir schon. ;) Na, das war jetzt bösartig. Ich denke mal, Golem will sich - im...

CommonSense 14. Feb 2011

Du sagst das ja so als ob es etwas schlimmes wäre


Folgen Sie uns
       


Neue Funktionen in Android 11 im Überblick

Wir stellen die neuen Features von Android 11 kurz im Video vor.

Neue Funktionen in Android 11 im Überblick Video aufrufen
Complex Event Processing: Informationen fast in Echtzeit auswerten
Complex Event Processing
Informationen fast in Echtzeit auswerten

Ob autonomes Fahren, Aktienhandel oder Onlineshopping: Soll das Ergebnis gut sein, müssen Informationen quasi in Echtzeit ausgewertet werden. Eine gute Lösung dafür: CEP.
Von Boris Mayer

  1. Musik Software generiert Nirvana-Songtexte
  2. mmap Codeanalyse mit sechs Zeilen Bash
  3. Digitale Kultur Demoszene wird finnisches Kulturerbe

Bluetooth-Hörstöpsel mit ANC im Test: Den Airpods Pro hat die Konkurrenz nichts entgegenzusetzen
Bluetooth-Hörstöpsel mit ANC im Test
Den Airpods Pro hat die Konkurrenz nichts entgegenzusetzen

Die Airpods Pro haben neue Maßstäbe bei Bluetooth-Hörstöpseln gesetzt. Sennheiser und Huawei ziehen mit True Wireless In-Ears mit ANC nach, ohne eine Antwort auf die besonderen Vorzüge des Apple-Produkts zu haben.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Bluetooth-Hörstöpsel Google will Klangprobleme beseitigen, Microsoft nicht
  2. Bluetooth-Hörstöpsel Aldi bringt Airpods-Konkurrenz für 25 Euro
  3. Bluetooth-Hörstöpsel Oppos Airpods-Alternative kostet 80 Euro

Kumpan im Test: Aussehen von gestern, Technik von morgen
Kumpan im Test
Aussehen von gestern, Technik von morgen

Mit der Marke Kumpan Electric wollen drei Brüder aus Remagen den Markt für elektrische Roller erobern. Sie setzen auf den Look der deutschen Wirtschaftswunderjahre, wir haben ein Modell getestet.
Ein Praxistest von Dirk Kunde

  1. Venturi Wattman Rekordversuch mit elektrischem Motorrad mit Trockeneis
  2. Mobility Swapfiets testet Elektroroller im Abo
  3. Elektromobilität Volabo baut Niedrigspannungsmotor in Serie

    •  /