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Daniel Domscheit-Berg
Daniel Domscheit-Berg

Die Ereignisse überschlagen sich

Nach dem Haftbefehl drängten der Autor und andere Mitarbeiter darauf, dass Assange bis zur Klärung der Vorwürfe nicht mehr als Sprecher von Wikileaks auftreten solle. Darauf sagte Assange laut Domscheit-Berg in einem Chat, er wolle ihn "zerstören", wenn er diese Linie weiter verfolge.

Unmittelbare Hilfe will Domscheit-Berg trotzdem geleistet haben, unter anderem habe er Assange binnen zwei Stunden nach Erlass des Haftbefehl Kontakte zu zwei Anwälten in Schweden vermittelt. Er hoffe auf ein faires Verfahren und glaube der Darstellung von Assange, betont Domscheit-Berg, der Assange einen "Chauvi" nennt.

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Die Eskalation zwischen den beiden war jedoch nicht mehr aufzuhalten. Am 26. August suspendierte Assange Domscheit-Berg für einen Monat. Der unmittelbare Auslöser wird durch das Buch wesentlich klarer als durch die schon durch Wired veröffentlichten Chatprotokolle. Assange wirft Domscheit-Berg vor, er habe über die internen Streitigkeiten Journalisten informiert oder diese Angaben verbreitet, der Beschuldigte bestreitet das.

Der Bruch

Dem ging aber noch eine Aktion von Domscheit-Berg und anderen voraus: "Wir wollten Julian zwingen, mit uns zu reden. Wir haben dann zu einem recht harten Mittel gegriffen. Es war ein Versuch. Vielleicht war es nicht der optimale Weg, aber wir wollten klarmachen, dass WL kurz vor einer Meuterei stand."

Für ein Onlineprojekt war das, was folgte, wirklich ein hartes Mittel: Das öffentlich sichtbare Wiki wurde abgeschaltet, die Zugänge zu Mails gekappt und das Passwort für den Twitter-Account - den vor allem Assange nutzte - geändert. Die Reaktion des Australiers kam prompt: Er schaltete auch die restlichen Wikileaks-Systeme, unter anderem zur Einreichung von Dokumenten, ab. Darauf gaben die Revoluzzer, wie Domscheit-Berg selbst sagt, "klein bei" und händigten die neuen Passwörter an Assange aus. Der sperrte sie jedoch weiterhin aus dem Mailsystem aus, so dass sich Domscheit-Berg weitgehend handlungsunfähig sah.

 Lieblingsfeind USAEntscheidung im Rechenzentrum 

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ChaosGeek 17. Feb 2011

""Defective by design"" - Es werden jetzt hoffentlich neue Plattformen kommen. Besser...

ChaosGeek 15. Feb 2011

Aller Kriterien eines Stalkertrolls vorhanden. Weiter so CS. Zumindest habe ich dir die...

samy 15. Feb 2011

Richtig das fließen Geld zu einer Stiftung die angeblich Wikileaks unterstützt, dann...

Charles Marlow 15. Feb 2011

Ja, Dir schon. ;) Na, das war jetzt bösartig. Ich denke mal, Golem will sich - im...

CommonSense 14. Feb 2011

Du sagst das ja so als ob es etwas schlimmes wäre



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