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Spektakuläre Veröffentlichungen

Zusammen mit der Politikerin Birgitta Jónsdóttir arbeiteten Assange und Domscheit-Berg die Icelandic Modern Media Initiative (IMMI) aus. Jónsdóttir, die für die Partei Hreyfingin im isländischen Parlament sitzt, brachte den Entwurf ein, und das Althingi verabschiedete IMMI im Juni 2010.

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Trotz weiterer spektakulärer Veröffentlichungen ging der Gruppe das Geld aus. Sie sah sich Ende des Jahres 2009 außerstande, die Seite weiterzubetreiben und ging zeitweise offline. Nach dem erfolgreichen Auftritt auf dem Kongress 26C3 Ende Dezember trafen jedoch Spenden ein, so dass Wikileaks weitermachen konnte.

Collateral Murder: Erfolg und Kritik

Anfang 2010 bekam die Gruppe dann das Video, das ihren internationalen Erfolg brachte: Collateral Murder. Um diese Zeit stießen auch die isländischen Journalisten und Filmemacher Kristinn Hrafnsson und Ingi Ragnar Ingason zu Wikileaks. Deren Idee war es, das Video wie einen Film aufzumachen: Das Material wurde umgeschnitten, die Dialoge der Soldaten und der Funkverkehr untertitelt. Das trug zwar zum weltweiten Erfolg des Videos bei, brachte der Organisation aber auch harsche Kritik ein: "Wir hätten unsere neutrale Position verlassen" und seien "selbst zu Manipulatoren der öffentlichen Meinung geworden", lauteten die Vorwürfe Domscheit-Berg zufolge.

Domscheit-Berg widerspricht in seinem Buch einigen Behauptungen Assanges. So hatte dieser erklärt, die Arbeiten an Collateral Murder hätten 50.000 US-Dollar gekostet - vor allem für die Entschlüsselung. "Bei diesem Video hatte das Passwort beigelegen", behauptet nun aber Domscheit-Berg. Die Datei habe lediglich "ein bisschen hochgerechnet werden" müssen, um die Bildqualität zu verbessern.

Der schlimmste Moment von Wikileaks

In anderen Punkten bestätigt er Assanges Aussagen: Der hat kürzlich noch einmal unterstrichen, dass er Bradley Manning nicht kenne und seinen Namen erst bei dessen Verhaftung aus den Medien erfahren habe. Die US-Behörden glauben, dass der Analyst des US-Militärgeheimdienstes Wikileaks das Collateral-Murder-Video sowie die US-Botschaftsdepeschen zugespielt hat.

"Wir konnten und wollten ja selbst nicht wissen, wer unsere Quellen waren. Das war Teil des Sicherheitskonzepts", schreibt Domscheit-Berg. Assange sagte kürzlich, er glaube dennoch, dass die US-Behörden versuchten, Manning "zu brechen und zu dem Geständnis zu zwingen, dass er auf irgendeine Weise mit mir konspiriert hat, um die nationale Sicherheit der USA zu schädigen." Inside Wikileaks berichtet in der Tat von einer überaus schlechten Behandlung Mannings durch die US-Behörden: Er bekomme weder Kissen noch Bettzeug. Er werde rund um die Uhr bewacht, befinde sich 23 Stunden in Isolationshaft und dürfe nicht einmal Liegestütze machen.

Mannings Verhaftung bezeichnet Domscheit-Berg als "schlimmsten Moment in der Geschichte von Wikileaks." Assange verkündete damals, Wikileaks werde Anwälte für Manning und Geld für seine Verteidigung bereitstellen. Tatsächlich geriet die Hilfsaktion jedoch schnell ins Stocken. Die versprochene Spende wurde mehrfach verzögert. Am Ende erhielt das Unterstützernetzwerk Bradley Manning Support Network ein halbes Jahr nach Assanges vollmundiger Ankündigung eine Spende, die deutlich niedriger ausfiel als ursprünglich angekündigt.

"Ich muss sagen, dass wir in diesem Fall schmählich versagt haben", gibt Domscheit-Berg selbstkritisch zu. "Oft genug habe ich mich beschwert, dass Julian ein Diktator war, dass er immer alles entschied, dass er mir Informationen vorenthielt. Die Kritik war berechtigt. Das enthob mich jedoch nicht der Verantwortung."

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ChaosGeek 17. Feb 2011

""Defective by design"" - Es werden jetzt hoffentlich neue Plattformen kommen. Besser...

ChaosGeek 15. Feb 2011

Aller Kriterien eines Stalkertrolls vorhanden. Weiter so CS. Zumindest habe ich dir die...

samy 15. Feb 2011

Richtig das fließen Geld zu einer Stiftung die angeblich Wikileaks unterstützt, dann...

Charles Marlow 15. Feb 2011

Ja, Dir schon. ;) Na, das war jetzt bösartig. Ich denke mal, Golem will sich - im...

CommonSense 14. Feb 2011

Du sagst das ja so als ob es etwas schlimmes wäre


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