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Strapazierte Männerfreundschaft

Der Erfolg stieg, doch das Verhältnis der beiden Männer war belastet - beruflich und persönlich. Domscheit-Berg spart in seinem Buch nicht mit Vorwürfen gegen Assange. Uneinig waren sie ihm zufolge unter anderem über die Verwendung der Gelder, die mit jeder medienwirksamen Veröffentlichung auf die Wikileaks-Konten eingingen. Er hätte das Geld am liebsten in Hardware investiert, Assange dagegen habe damit Firmen gründen wollen, um die Spenden besser gegen Angriffe von außen abzusichern, schreibt Domscheit-Berg. Im Übrigen habe Assange ihm nicht in alle Konten Einblick gewährt. Wo das Geld geblieben sei, wisse er zum Teil nicht.

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Auch als Mensch sei Assange für ihn immer undurchsichtig geblieben: "Obwohl ich so viel Zeit mit ihm verbracht habe, konnte ich nie sicher sagen, wann er flunkerte und wann er die Wahrheit sprach."

Wir waren Stars

2009 nahm Wikileaks weiter Fahrt auf: Im Sommer jenes Jahres, mitten in der Finanzkrise, bekam Wikileaks interne Dokumente der isländischen Kaupthing-Bank, die zeigten, dass die Bank hohe Kredite ohne Sicherheiten vergab, und veröffentlichte diese. Kurz darauf erhielt die Gruppe die Anfrage eines isländischen Studenten, Herbert Snorasson, ob Domscheit-Berg und Assange an einer Konferenz zum Thema Digitale Freiheiten teilnehmen wollten. In Island stellten die beiden fest, dass sie wegen der Kaupthing-Dateien "fast so etwas wie Volkshelden" geworden waren, die sogar zu einer renommierten Talkshow eingeladen wurden. Dort stellten sie erstmals ihre Idee vom Medienfreihafen Island vor.

Das Konzept sah vor, Island - "analog zu den Offshore-Inseln, auf denen für Banken besonders geschäftsfördernde Finanzgesetze galten" - zu einem Hort der Presse- und Informationsfreiheit zu machen. Der Inselstaat sollte das "Land mit den stärksten Schutzrechten für Medien auf der ganzen Welt" werden. Würde das Parlament ein solches Gesetz verabschieden, dann, so das Kalkül, würden Medienunternehmen und Provider ihren Firmensitz auf die Insel im Nordatlantik verlegen.

Den von der Finanzkrise arg gebeutelten Isländern muss diese Idee wie ein rettender Strohhalm erschienen sein. Entsprechend ging nach der Talkshow der Starrummel richtig los: "Wir wurden auf der Straße begrüßt, im Supermarkt umarmt und in der Kneipe zum Schnaps eingeladen. Es war verrückt, wir waren Stars." Ihn habe das irritiert, Assange dagegen nicht, behauptet Domscheit-Berg und klingt dabei leicht beleidigt: "Er schien es für selbstverständlich zu halten, hofiert zu werden, und achtete höchstens peinlich genau darauf, dass er derjenige war, auf den bei Lobgesängen ein paar Hymnen mehr abfielen."

 Zwei Großmäuler mit einer einzigen Uralt-MaschineSpektakuläre Veröffentlichungen 
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ChaosGeek 17. Feb 2011

""Defective by design"" - Es werden jetzt hoffentlich neue Plattformen kommen. Besser...

ChaosGeek 15. Feb 2011

Aller Kriterien eines Stalkertrolls vorhanden. Weiter so CS. Zumindest habe ich dir die...

samy 15. Feb 2011

Richtig das fließen Geld zu einer Stiftung die angeblich Wikileaks unterstützt, dann...

Charles Marlow 15. Feb 2011

Ja, Dir schon. ;) Na, das war jetzt bösartig. Ich denke mal, Golem will sich - im...

CommonSense 14. Feb 2011

Du sagst das ja so als ob es etwas schlimmes wäre


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