Positionsbestimmung: Roboter sollen sich an Kanaldeckeln orientieren
Roboter nutzen meist das Satellitennavigationssystem GPS, Laserscanner oder Bilderkennung, um sich in einer Stadt zurechtzufinden. Diese Systeme sind jedoch fehleranfällig: GPS funktioniert oft nicht in engen Straßen. Wird es dunkel, lassen sich Orientierungspunkte nur noch schwer erkennen oder sie sind verdeckt. Japanische Wissenschaftler haben deshalb eine andere Möglichkeit gefunden, wie ein Roboter seine Position bestimmt: Er orientiert sich an Kanaldeckeln.
Orientierungsmerkmale aus Metall könnten sich in einer Umgebung, in der konventionelle Sensoren versagen, als nützlich erweisen, schreiben die Wissenschaftler um Hajime Fujii in einem Aufsatz im japanischen Fachmagazin Journal of Robotics and Mechatronics(öffnet im neuen Fenster). Wenn die Kanaldeckel als Orientierungsmerkmal einbezogen würden, könne die Positionsbestimmung eines Roboters deutlich verbessert werden.
Einen Vorteil hat die Orientierung an Merkmalen aus Metall: Diese lassen sich mit einem entsprechenden Detektor leicht aufspüren. In den Fuß des Roboters wird ein Scanner eingelassen, mit dem dieser den Kanaldeckel abtastet. Das macht er, indem er das Bein hebt und den Fuß über dem Deckel hin- und herbewegt. Dann gleicht er das Bild mit einer Datenbank ab, in der alle Deckel der Stadt mit Aussehen, Abnutzungsmustern und Position erfasst sind. Erkennt der Roboter den Deckel, weiß er, wo er sich gerade befindet.