Tschüss Netbook UX!: Meego reagiert auf Marktentwicklung

Netbooks spielen beim Linux-Projekt Meego(öffnet im neuen Fenster) keine Rolle mehr. Wie Opensuse-Entwickler Andrew Wafaa(öffnet im neuen Fenster) erfahren hat, wird Meego die Netbook UX nur noch warten, aber nicht mehr weiterentwickeln. Das bestätigt auch ein Blick in die Release Engineering Plans für Meego 1.2, dort werden bei der Netbook UX nur noch Fehlerbeseitigungen, aber keine neuen Funktionen mehr aufgeführt.
Die Meego-Netbook-UX umfasst eine grafische Bedienoberfläche und auf Netbooks angepasste Anwendungen. Wie Wafaa von direkt und indirekt bei Meego involvierten Leuten erfuhr, ist der Hauptgrund für den Abschied vom Netbook UX die schwindende Bedeutung von Netbooks. Netbooks würden sich nicht mehr verkaufen. Eine große Ankündigung sei von Meego deswegen aber nicht geplant.
Interessant dabei ist, dass die Meego-Entwicklung von Nokia und Intel geleitet wird - und Intel die Atom-CPUs für Netbooks herstellt. Netbook-Hersteller und Marktforscher machen den Erfolg von Tablets für das nur noch geringe Interesse an Netbooks verantwortlich.
Wafaa ärgert sich über die Entscheidung, da er 18 Monate seiner Freizeit dafür geopfert hat, eine Netbook UX für die Opensuse-Linux-Distribution zu entwickeln. Da Meego UX für Netbooks nicht mehr weiterentwickelt werde, werde auch er nun "nicht weiter an Meego UX für Opensuse oder sonst irgendwen" arbeiten, ließ er wissen.
Es ist damit zu rechnen, dass auch weitere Linux-Distributionen deshalb ihre Meego-UX-Bemühungen einstellen werden - zumindest das Fedora-Team denkt laut Wafaa noch darüber nach, wie es auf die Entwicklung reagieren wird.



