Forderungskatalog

EU-Zeitungsverleger kämpfen gemeinsam gegen Apple

Die europäischen Zeitungsverleger fordern Apple auf, ihnen freien Zugang zum iPad zu gewähren. Sie wollen selbst über Zahlungssysteme und Preise entscheiden und die Daten ihrer Abonnenten kennen.

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Tablet Logo der ENPA (Grafik: ENPA)
Tablet Logo der ENPA (Grafik: ENPA)

Die European Newspaper Publishers Association (ENPA) hat einen Forderungskatalog vorgelegt, in dem sie Apple ersucht, den Zugang zum iPad nicht einzuschränken. In dem Dachverband der Zeitungsverleger sind die nationalen Verlegerverbände der EU, der Schweiz und Norwegens organisiert.

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Der US-Konzern soll Verlagen eine Frist bis zum 31. März 2011 gesetzt haben, um ihre iOS-Apps an das Abrechnungssystem von Apples App Store anzupassen. Apple verlangt für In-App-Verkäufe eine Umsatzbeteiligung von 30 Prozent. Abonnenten und Käufer sind zudem Kunden von Apple, und den Verlagen wird der Zugriff auf die Kundendaten verwehrt. Zeitungs- und Magazinverlagen wurde untersagt, ihren Abonnenten die iPad-Ausgabe ihrer Printpublikationen kostenlos zur Verfügung zu stellen, weil Apple dabei nichts verdient. Von Apple gibt es dazu keinen Kommentar. Eddy Cue, Apples Vice-President für Internet Services, sagte bei der Vorstellung der iPad-Zeitung The Daily, dass es zu dem Thema demnächst eine Bekanntmachung geben werde.

"Apples iPad und andere Tablet-Geräte bieten ein fantastisches Potenzial für die Entwicklung von Zeitungen im digitalen Umfeld. Verleger wollen für die Leser heute eine Reihe von attraktiven Möglichkeiten, einschließlich einer Kombination des Onlinezugangs zu Zeitungen und über Tablets, oder Angebote für Printabonnenten, die auch den Zugriff auf die Zeitung in digitalen Formaten erlauben", heißt es im Forderungskatalog.

Das Geschäftsmodell einer Zeitung basiere darauf, dass Verlage und Redaktionen ihre Leser kennen. "Es ist sehr wichtig, dass diese enge Verbindung aufrechterhalten wird. Ohne direkten Zugang zu den Abonnenten würde diese wichtige Verbindung zwischen Zeitungen und Leser unterbrochen, zum Nachteil von beiden." Zeitungsverlage sollten zudem die Wahlfreiheit bei den Zahlungssystemen für ihre Leser und bei der Festlegung der Preise für digitale Publikationen haben.

ENPA-Vice-President Valdo Lehari, Verleger des Reutlinger General-Anzeigers, sagte: "Zwar bleibt die Printausgabe einer Tageszeitung das Herz der Produktion, doch die Geschäftsmodelle für Online, Mobilfunk und Print sind oftmals miteinander verschränkt." Vor diesem Hintergrund müsste es Verlagen erlaubt sein, Printabos mit Digitalausgaben zu kombinieren, doch dies werde derzeit von Apple infrage gestellt.

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Der Kaiser! 09. Feb 2011

Möglich wäre es. Die Infrastruktur gibt es bereits. Sowohl Kopierschutz, als auch...

mxcd 09. Feb 2011

Weite Teile der Presse haben das iPad auf eine so unangenehme Art und Weise gehypt, bevor...

Freiheit statt... 09. Feb 2011

Ja eben. Aber genau deswegen kann man hier nicht mit Vergleichen zum herkömmlichen...

the_spacewürm 09. Feb 2011

Der derzeitige Android Tablet Markt steckt auch noch in den Geburtswehen. Allein die...

samy 09. Feb 2011

Ist doch überhaupt Krank wenn die Presse von einem Betriebssystem als Messias und nicht...


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