Jugendschutz
Neue Onlinepetitionen zu Gewalt und Spielen
"Diese Rollenspiele machen unsere Kinder und Familien kaputt!" heißt es in einer Onlinepetition des Deutschen Bundestages, die Bürger derzeit per Mausklick unterschreiben können. Eine bislang deutlich erfolgreichere Eingabe fordert die Abschaffung der als Zensur empfundenen Gesetzesvorschriften.
Zwei Onlinepetitionen auf der Webseite des Deutschen Bundestages beschäftigen sich derzeit mit dem Themenkomplex Jugendschutz und Computerspiele. So fordert ein Petent namens Domenico Gentner - unterstützt von bislang deutlich über 2.000 Mitzeichnern - die Einführung des PEGI-Systems in Deutschland. Er will, dass der Bundestag beschließt, "dass elektronische Unterhaltungssoftware mit Filmen und Büchern bei der Bewertung gleichzustellen ist". In Deutschland finde bei Computerspielen eine Zensur statt, was für erwachsene Spieler nicht akzeptabel sei.
Auch Spielepublisher, allen voran Electronic Arts, fordern immer wieder, dass in Deutschland die Pan European Game Information (PEGI) eingeführt wird. Bei PEGI füllen Publisher selbst ein Onlineformular aus und schicken es an die Einrichtung. Wenn es keine erkennbaren Fehler erhält, gilt die beantragte Alterskennzeichnung. Ein wesentlicher Vorteil des Systems für die Publisher: Es verursacht deutlich weniger Kosten - sowohl für das Prüfverfahren als auch für gegebenenfalls nötige Änderungen.
Gentner schlägt in seiner Petition vor, dass in Deutschland grundsätzlich PEGI zum Einsatz kommt und die USK nur noch als letzte Instanz die Fälle prüft, in denen "die Gewaltdarstellung zu weit geht und gegen geltende Gesetze verstößt", wie bei dem in Deutschland beschlagnahmten Manhunt: "Menschenleben verachtende Software möchten auch die Spieler und Spielerinnen in Deutschland nicht haben". Um sicherzustellen, dass Minderjährige nicht an für sie ungeeignete Software gelangten, sollten die Ordnungsämter den Handel besser kontrollieren.
Eine zweite derzeit laufende Onlinepetiton - mit bislang wesentlich weniger Mitzeichnern - fordert, dass der Bundestag "den Zugang für Minderjährige für gewaltverherrlichende Online-Computerrollenspiele mit Suchtpotenzial" erschwert. Die Programme hätten nach Auffassung des Petenten Christian Mutter ein "sehr starkes Suchtpotenzial", seien besonders bei Jungen von zwölf bis 16 Jahren beliebt und machten "unsere Kinder und Familien kaputt!".
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Und du bist die Allgemeinheit?
Es ist schon überraschend, an welchen Stellen die Allgemeinheit den Eltern immer wieder...
was ist daran menschen verachtend? was ist daran "verachtender" als bei css, oder gta?
/sign Dazu würde schon ein ordentlicher Router reichen, ...man müsste sich allerdings die...