Prozessorgerüchte

Wann kommt Intels Ivy Bridge?

Während Intel noch die Fehler in seinen Sandy-Bridge-Chipsätzen repariert, veröffentlichen Hardwareseiten bereits Informationen zum Nachfolger mit dem Codenamen "Ivy Bridge". Er soll schneller sein und früher als erwartet erscheinen.

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Prozessorgerüchte: Wann kommt Intels Ivy Bridge?

Die einzigen Informationen über Ivy Bridge, die bislang als gesichert gelten, sind Intels offizielle Angaben vom letzten IDF: Die nächste Prozessorgeneration wird mit 22 Nanometern Strukturbreite gefertigt und noch 2011 vorgestellt. Ivy Bridge ist gemäß der Tick-Tock-Strategie, die Intel seit fünf Jahren verfolgt, vor allem ein Die-Shrink von Sandy Bridge. Diese Generation wird derzeit mit 32-Nanometer-Technik gefertigt.

Möglicherweise stellt Intel den Nachfolger schneller als erwartet vor, wie OC Workbench nach eigenen Angaben erfahren hat. Grund ist vermutlich, dass Sandy Bridge derzeit wegen des Fehlers in Chipsätzen der Serie 6 ein schlechtes Image anhaftet. Die Webseite geht von einer Vorstellung im Juni 2011 auf der Computex in Taipeh aus. Ob dort aber - wie es bei Intel Tradition ist - nur ein Wafer mit ersten Vorserienprozessoren in die Kamera gehalten wird oder die CPUs im Betrieb gezeigt werden, ist nicht bekannt.

Einen konkreten Anhaltspunkt für einen früheren Marktstart von Ivy Bridge gibt es jedoch: Intel will den unbestätigten Berichten zufolge diesmal nicht den Sockel wechseln, sondern beim LGA 1155 von Sandy Bridge bleiben. Ob dann auch die Chipsätze kompatibel bleiben, ist noch ungewiss. Noch vor Intels Bekanntgabe des Chipsatzfehlers tauchten die ersten Gerüchte zu Panther Point auf, dem Nachfolger der derzeit fehlerhaften Cougar-Point-Chipsätze. Mit Panther Point will Intel dem Vernehmen nach erstmals USB 3.0 nativ im Chipsatz unterstützen. Gleiches gilt für die Notebookplattform Chief River, die auf Ivy-Bridge-Prozessoren basiert.

DDR3-1600 und DirectX-11

Zur Leistung von Ivy Bridge berichtet Fudzilla, dass Intel auch DDR3-1600-Speicher unterstützen wolle. Das können Sandy-Bridge-Systeme zwar schon heute, aber nur mit erhöhten Spannungen - eventuell klappt das mit Ivy Bridge auch mit den laut JEDEC für DDR3 spezifizierten 1,5 Volt. OC Workbench bringt schließlich auch noch schnellere Grafik mit 24 Rechenwerken ins Spiel, die auch DirectX-11 beherrschen soll.

Die Grafikkerne "HD Graphics" in Sandy Bridge kommen derzeit je nach CPU-Modell auf höchstens zwölf Rechenwerke, die Intel "Execution Units" (EU) nennt. Inwiefern sich die Architektur mit Ivy Bridge ändert und ob damit die bloße Anzahl der EUs Rückschlüsse auf die Grafikleistung erlaubt, ist aber noch nicht abzusehen. VR-Zone geht von 30 Prozent schnellerer Grafik und 20 Prozent höherer Rechenleistung für die Prozessorkerne aus.

Das wäre auch bei einem Die-Shrink für Intel durchaus machbar: Schon die zweite Core-2-Generation mit dem Kern Penryn (45 statt 65 Nanometer) war deutlich schneller als die ersten Core-2-CPUs mit dem Kern Conroe.

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