Neueinsteiger
Kenko will Systemkamera mit C-Mount-Objektiven anbieten
Der Zubehörhersteller Kenko hat auf einer japanischen Messe den Prototyp eines Kamerasystems vorgestellt, das mit Wechselobjektiven arbeitet. Da die bislang namenlose Kamera auf das Bajonettsystem C-Mount setzt, steht vom Start weg ein riesiger Objektivvorrat zur Verfügung.
Auf der Tokyo International Gift Show stellte der japanische Hersteller Kenko überraschend ein neues Kamerasystem vor. Das Herzstück ist ein Kameramodul mit einem 14-Megapixel-Sensor. In Deutschland ist Kenko vor allem durch seine Objektivfilter und Telekonverter bekannt.
Anstelle eines eigenen Objektivstandards greift Kenko auf das Bajonettsystem C-Mount zurück. Es ist vornehmlich in der Schmalfilmtechnik und bei Videoüberwachungskameras im Einsatz und dort weit verbreitet. Der Durchmesser liegt bei gerade einmal einem Zoll (2,54 cm). Ein Autofokus fehlt der Kenko-Kamera. Beim eingesetzten Sensor wird es sich aufgrund des kleinen Lichtkreises um ein Kompaktkameramodell handeln. Ähnliches soll Gerüchten zufolge auch Pentax planen.
Neben Festbrennweiten gibt es auch Zoomobjektive mit C-Mount-Anschluss. Auch einige Mikroskope und Teleskope haben entsprechende Anschlüsse.
Das Kenko-Kamerasystem soll rund 30.000 Yen (270 Euro) kosten und noch im Sommer 2011 in Japan auf den Markt kommen. Detaillierte Fotos sowie weitere technische Daten liegen noch nicht vor. Ein Prototyp sollte schon auf der Photokina 2010 gezeigt werden, ging aber japanischen Medienberichten zufolge verloren.
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