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Per Videobotschaft: Assange bittet australische Regierung um Hilfe

Wenige Tage vor der Verhandlung um seine Auslieferung nach Schweden hat sich Wikileaks -Gründer Julian Assange in einer Videobotschaft an die australische Regierung gewandt. Darin bittet er Premierministerin Julia Gillard, seine Heimkehr zu organisieren.
/ Werner Pluta
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Julian Assange
Julian Assange

Julian Assange hat sein Heimatland um Hilfe gebeten. In einer Videobotschaft, die am gestrigen Abend (Ortszeit Australien) auf einer Veranstaltung in Melbourne ausgestrahlt wurde, hat er Premierministerin Julia Gillard aufgefordert, ihn nach Hause zu holen, berichtet der Sydney Morning Herald(öffnet im neuen Fenster) . Die Tageszeitung hat das Video auf ihrer Website veröffentlicht.

Assange will nach Hause

Er könne es kaum erwarten, wieder in die Heimat zu kommen, eröffnete Assange seine Nachricht. Er forderte die Premierministerin deshalb auf, ihm die Heimkehr zu ermöglichen. "Julia Gillard sollte aktiv Maßnahmen ergreifen, mich nach zu Hause zu holen und unsere Landleute zu schützen" , sagte er.

Assange betont noch einmal, dass Wikileaks eine Medienorganisation und er ein Journalist sei. Als solche darf Wikileaks straffrei geheime Dokumente veröffentlichen. Gegner in den USA hatten Wikileaks diese Rolle abgesprochen .

Kritik an Regierung

Allerdings kritisierte Assange die Labour-Regierung des Landes auch: Diese habe die Drohungen, die gegen ihn ausgestoßen wurden, nicht beachtet. Die Regierung Gillard handele damit wie die Labour-Regierung Mitte der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts: Diese habe sich für Menschenrechte eingesetzt und gleichzeitig Angriffe auf Journalisten in Ost-Timor heruntergespielt. Gillard sollte deshalb die USA zur Zurückhaltung auffordern.

Gillard scheint indes nicht gewillt, ihrem Landsmann zu helfen. Vor einigen Tagen sagte sie dem Radiosender Austereo, es gebe nichts, was die Regierung tun könnte oder sollte, um Assange nach Australien zurückzuholen. Es gebe eine Anklage gegen Assange, die in einem ordentlichen Prozess verhandelt werden müsse.

Auslieferungsverhandlung steht bevor

Assange hält sich derzeit in Großbritannien auf, wo er unter Hausarrest steht . In der kommenden Woche wird über eine Auslieferung Assanges an Schweden verhandelt. Dort werden ihm Sexualdelikte an zwei Frauen zur Last gelegt. Assange befürchtet jedoch, dass Großbritannien ihn an die USA ausliefern wird. Dort droht ihm eine Anklage wegen der Veröffentlichung geheimer Dokumente .


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