Bessere Hardwareunterstützung

Immerhin stürzte das Tablet in unserem Test kein einziges Mal ab und die Anwendungen, die wir ausprobiert haben, liefen ebenfalls problemlos. Auch über den USB-Port angeschlossene externe Geräte werden weitgehend vom System erkannt, etwa ein angeschlossener Cynergy-T2-DVB-T-Stick. Von einigen Digitalkameras ließen sich die daraufliegenden Bilder jedoch nicht öffnen, etwa von einer Canon EOS 400D.

Erfreulicherweise wurde das Einstellungsmenü deutlich erweitert. Darüber lässt sich beispielsweise ein Drucker anschließen, der Umgebungslichtsensor ein- und ausschalten oder der inzwischen weitgehend funktionsfähige HDMI-Ausgang aktivieren. Nachdem zunächst Updates ungefragt auf dem WeTab landeten, können Anwender diese Option jetzt ausschalten. Der Netzwerkmanager merkt sich jetzt Passwörter, vergisst aber eingegebene WPA-Schlüssel.

Der WeTab-eigene App-Market enthält weiterhin nur wenige Applikationen. Neu hinzugekommen sind hauptsächlich Anwendungen aus dem Open-Source-Bereich, die die Funktionen des Tablets erweitern sollen. Dazu zählt auch die Applikation Me-TV, über die per DVB ferngesehen werden kann. Zwar können Apps inzwischen auch über den Adobe-Air-Marketplace bezogen werden, allerdings fehlt immer noch die versprochene Unterstützung für Android-Apps.

Fazit

Die Hardware ist die gleiche wie im Oktober 2010, daran wird sich auch sobald nichts ändern. Das 4tiitoo-Team hat das System gleich mehrmals aktualisiert und vor allem an der Hardwareunterstützung gefeilt. Insgesamt reagiert das Tablet zügiger auf Eingaben, bis auf einige Aussetzer beim Wischen über den Desktop. Der Lüfter springt hingegen öfter an als zuvor.

Im Vergleich zu den Oberflächen von iOS oder Android wirkt das WeTabOS unmodern bis altbacken. Mit den geplanten Compositing-Effekten soll sich das ändern. Der Spagat zwischen einem Tablet und einem PC, den das WeTab wagte, rächt sich nach wie vor, denn die Tabletfunktionen, etwa Multitouch, rücken bei der Entwicklung in den Hintergrund.

Die zahlreichen Anwendungen aus der Linux-Welt bieten einen üppigen Anwendungsfundus, allerdings ist die Portierung auf die Touchscreen-Oberfläche offensichtlich nicht einfach. Als Beispiel soll hier die Anwendung Stellarium dienen, die zwar schicke Effekte bietet, aber die Eingabe des aktuellen Standorts erschwert, weil die Tastatur dort nicht verfügbar ist.

Es sind auch noch einige Baustellen offen: Die angekündigte Dockingstation, mit der das WeTab als PC verwendet werden kann, ist noch nicht erhältlich. Zudem fehlt auch immer noch die versprochene Möglichkeit, Android-Apps zu installieren. Dort stehen die 4tiitoo-Entwickler vor der technischen Hürde, die Dalvik-Engine auf das WeTabOS zu portieren. Ob das kürzlich veröffentliche SDK Entwickler motiviert hat, Apps für das Tablet zu erstellen, lässt sich bislang noch nicht feststellen. Der WeTab-eigene App-Marketplace wirkt weiterhin verwaist.

Unzulänglichkeiten sind immer noch sichtbar, obwohl sich die Entwickler offensichtlich bemühen, das WeTab konkurrenzfähig zu machen. Immerhin darf sich das Tablet mit Intel-Atom-CPU regelmäßig als Intel-Partner präsentieren - als erstes Tablet überhaupt mit dem Meego-Betriebssystem.

Man merkt dem WeTab die Verbesserungen an, allerdings wirken das WeTab und seine Benutzeroberfläche WeTabOS noch immer unfertig. War die erste Version des Tablets noch fast unbrauchbar, ist die aktuelle Version weitgehend funktionsfähig. Abstriche müssen Anwender aber weiterhin bei der Benutzeroberfläche hinnehmen, die inkonsistent ist.

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 Multitouch oder auch nicht
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rekodo 15. Mai 2011

Moinsen, will auch mal meinen Senf dazu geben. Ich selber bin faszinierter Apple User...

DasVerderben 08. Feb 2011

Das stimmt allerdings. In der Medizin z.B. werden iPods und iPads schon erstaunlich oft...

DasVerderben 08. Feb 2011

Ist doch völlig logisch und nachvollziehbar. eBooks sind auf dem WeTab ja schließlich...

Anonymer Nutzer 08. Feb 2011

vom Autor sich überhaupt damit auseinander zusetzen und dann auch noch in aller Ruhe und...



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