• IT-Karriere:
  • Services:

Cyberwar

Eine Genfer Konvention für die digitale Welt

Auf der Tagesordnung der heute beginnenden Münchner Sicherheitskonferenz steht auch der Cyberwar. Experten aus den USA und Russland wollen Regeln für den Krieg im Netz definieren.

Artikel veröffentlicht am ,

Die USA und Russland wollen Regeln für den Cyberwar einführen. Auf der Sicherheitskonferenz in München (MSC) wollten Experten aus beiden Ländern Vorschläge für Einsatzregeln (Rules of Engagement) vorlegen, berichtet die BBC unter Berufung auf einen Entwurf, der dem britischen Fernsehsender vorliegt.

Schutz ziviler Einrichtungen

Stellenmarkt
  1. EPLAN Software & Service GmbH & Co. KG, Stuttgart
  2. Witzenmann GmbH, Pforzheim

Die Idee ist, ein Regelwerk vergleichbar der Genfer Konvention oder dem Haager Abkommen zu schaffen. So sollen beispielsweise Definitionen für die Akteure gefunden werden. Außerdem soll die Konvention geschützte Infrastrukturen benennen, die nicht angegriffen werden. Dazu gehören in erster Linie die Systeme von Hilfseinrichtungen wie Krankenhäuser, aber auch die Computer von Bildungseinrichtungen.

Schließlich geht es auch um die Einsatzregeln: Wie soll ein Staat auf einen Angriff über das Internet reagieren? Oft ist ja nicht einmal klar, woher ein Angriff kommt, wer dahintersteckt und welche Absichten der Angreifer verfolgt. Das erschwert eine angemessene Reaktion - anders in der realen Welt, in der Artikel 51 der UN-Charta auf einen physischen Angriff eine entsprechende Reaktion erlaubt.

Unklare Grenzen

Ein Problem beim Cyberwar ist, dass es - anders als bei der herkömmlichen Kriegsführung - keine klaren Grenzen zwischen militärischen und zivilen Einrichtungen gibt: Das Militär nutzt die gleichen Netze wie zivile Internetnutzer. Ein Großteil der Infrastrukturen sind in privater Hand. Die Einführung eigener Domainnamen könnte, so die Experten, eine Unterscheidung von zivilen und militärischen Infrastrukturen vereinfachen.

Wolfgang Ischinger, Leiter der MSC, unterstreicht die Notwendigkeit eines solches Kodex'. "Wir müssen verhindern, dass sich der Cyberspace zum neuen Wilden Westen der Sicherheitspolitik entwickelt. Deshalb müssen wir auf der Konferenz über gemeinsame Regeln und Strategien sprechen", erklärte er vor der Konferenz.

Wichtige Politiker

Die 47. Münchner Sicherheitskonferenz wird am heutigen Freitag eröffnet und endet am 6. Februar 2011. An der Konferenz werden unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel, Außenminister Guido Westerwelle, Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg und Innenminister Thomas de Maizière teilnehmen. Außerdem werden UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon, US-Außenministerin Hillary Clinton, der russische Außenminister Sergej Lawrow sowie der britische Premierminister David Cameron erwartet. Die Vorträge werden live im Internet übertragen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 555,55€ (zzgl. Versandkosten)

azeu 05. Feb 2011

im Allgemeinen ist: "Keine Sau hält sich an Regeln!" Jede Partei versucht die andere zu...


Folgen Sie uns
       


Samsungs 49-Zoll-QLED-Gaming-Monitor - Test

Der Samsung CRG9 ist nicht nur durch sein 32:9-Format beeindruckend. Auch die hohe Bildfrequenz und sehr gute Helligkeit ermöglichen ein sehr immersives Gaming und viel Platz für Multitasking.

Samsungs 49-Zoll-QLED-Gaming-Monitor - Test Video aufrufen
VW-Logistikplattform Rio: Mehr Fracht transportieren mit weniger Lkw
VW-Logistikplattform Rio
Mehr Fracht transportieren mit weniger Lkw

Im Online-Handel ist das Tracking einer Bestellung längst Realität. In der Speditionsbranche sieht es oft anders aus: Silo-Denken, viele Kleinunternehmen und Vorbehalte gegenüber der Digitalisierung bremsen den Fortschritt. Das möchte Rio mit seiner Cloud-Lösung und niedrigen Preisen ändern.
Ein Bericht von Dirk Kunde

  1. Vernetzte Mobilität Verkehrsunternehmen könnten Datenaustauschpflicht bekommen
  2. Studie Uber und Lyft verschlechtern den Stadtverkehr
  3. Diesel-Ersatz Baden-Württemberg beschafft Akku-Elektrotriebzüge Mireo

Quantencomputer: Intel entwickelt coolen Chip für heiße Quantenbits
Quantencomputer
Intel entwickelt coolen Chip für heiße Quantenbits

Gebaut für eine Kühlung mit flüssigem Helium ist Horse Ridge wohl der coolste Chip, den Intel zur Zeit in Entwicklung hat. Er soll einen Quantencomputer steuern, dessen Qubits mit ungewöhnlich hohen Temperaturen zurechtkommen.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. AWS re:Invent Amazon Web Services bietet Quanten-Cloud-Dienst an
  2. Quantencomputer 10.000 Jahre bei Google sind 2,5 Tage bei IBM
  3. Google Ein Quantencomputer zeigt, was derzeit geht und was nicht

Arbeitsklima: Schlangengrube Razer
Arbeitsklima
Schlangengrube Razer

Der Gaming-Zubehörspezialist Razer pflegt ein besonders cooles Image - aber Firmengründer und Chef Tan Min-Liang soll ein von Sexismus und Rassismus geprägtes Arbeitsklima geschaffen haben. Nach Informationen von Golem.de werden Frauen auch in Europa systematisch benachteiligt.
Ein Bericht von Peter Steinlechner

  1. Razer Blade Stealth 13 im Test Sieg auf ganzer Linie
  2. Naga Left-Handed Edition Razer will seine Linkshändermaus wieder anbieten
  3. Junglecat Razer-Controller macht das Smartphone zur Switch

    •  /