Don't make me steal: "Wir würden nie einen Film stehlen, wenn..."
"Ich verspreche, niemals illegal einen Film herunterzuladen, gäbe es eine legale Alternative, die folgenden Kriterien entspricht", heißt es unter dontmakemesteal.com(öffnet im neuen Fenster). Dabei geht es um Preis, Sprache, Bequemlichkeit, Auswahl, das Veröffentlichungsdatum und die gewährten Rechte.
Die beiden Initiatoren von "Don't make me steal", Jordi Boggiano und Pierre Spring, argumentieren, es sei einfacher und schneller, einen Film per Bittorrent herunterzuladen, als ihn legal zu erwerben. Es gebe zwar iTunes, doch synchronisierte Filme seien keine Alternative für Filmliebhaber.
Ihren Forderungen haben sich bereits rund 800 Personen angeschlossen. Sie fordern unter anderem ein einfaches und transparentes Preismodell, bei dem ältere Filme etwas billiger sind als aktuelle. Die Miete für einen Film sollte maximal ein Drittel eines Kinotickets kosten, der Kauf den Preis einer Kinokarte nicht übersteigen. Eine monatliche Flatrate sollte nicht teurer sein als drei Kinobesuche. Fernsehsendungen sollten rund ein Drittel so teuer sein wie Filme. Bezahlt wird dabei für die Inhalte, nicht für die Bandbreite.
Zudem sollten die Filme in allen Sprachen angeboten werden, in denen sie produziert wurden, und sämtliche Sprachversionen sollten nach dem Kauf zur Verfügung stehen. Fans sollte es zudem erlaubt sein, Untertitel anzulegen und zu verbreiten.
Gekaufte Filme sollen sofort zur Verfügung stehen, ohne Werbung oder die üblichen Warnungen vor Rechteverletzungen. Filme sollten sich zudem anhand von Metadaten auffinden lassen, beispielsweise Veröffentlichungsjahr, Sprache, Land, Genre oder der IMDB-ID.
Neue Filme sollten weltweit gleichzeitig veröffentlicht werden und insgesamt sollte praktisch jeder Film, der jemals produziert wurde, abrufbar sein. Sie sollten sich zudem auf jedem Gerät abspielen lassen, nicht an einen Provider gekoppelt sein und auf DRM verzichten.