SATAgate: Toshiba ruft Notebooks zurück
Mit Toshiba startet ein erster großer PC-Hersteller eine echte Rückrufaktion wegen Intels Problemen mit den Chipsätzen für Prozessoren der Serie Core-i-2000. Das Unternehmen bittet auf seinen US-Webseiten(öffnet im neuen Fenster) alle Besitzer eines Rechners mit den Sandy-Bridge-Prozessoren, die Geräte beim Verkäufer gegen eine Erstattung des bezahlten Preises zurückzugeben.
Betroffen sind neun Modelle der Serien Satellite, Portege und Qosmio in verschiedenen Ausstattungsvarianten. Kunden, die einen Rechner über Toshibas Direktvertrieb in den USA erworben haben, will das Unternehmen von sich aus kontaktieren. Betroffen können nur Geräte sein, in denen ein Core-i-Prozessor mit vierstelliger Modellnummer von Intel steckt. Ältere Toshiba-Notebooks, die teils unter gleichem Namen schon länger angeboten werden, aber einen Prozessor mit dreistelliger Nummer enthalten, weisen den Fehler nicht auf.
Ein Sprecher von Toshiba Deutschland sagte Golem.de, dass es über eine entsprechende Aktion in Deutschland noch keine Entscheidung gebe. Vor Toshiba haben bereits andere Notebook- und Mainboardhersteller die Auslieferung der betroffenen Produkte gestoppt, zudem erstatten manche Versender inzwischen auch den Kaufpreis zurück, wenn der Künde das wünscht.
Mit Sandy-Bridge-PCs ohne den Fehler im SATA-Controller ist frühestens im März 2011 zu rechnen, Intel will die korrigierten Chipsätze erst Ende Februar 2011 liefern und das bisherige Produktionsvolumen im April 2011 wieder erreichen. Zudem müssen die PC-Hersteller diese Bausteine auch erst auf ihren Mainboards verbauen.
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