Abo
  • Services:
Anzeige

Australien

Erst scannen, dann trinken

Clubs und Kneipen in Australien setzen auf Biometrie, um Schläger fernzuhalten. Wer tanzen oder ein Bier trinken gehen möchte, muss vorher seinen Fingerabdruck scannen lassen.

Wer in Australien Clubs oder Kneipen besuchen möchte, wird immer häufiger aufgefordert, sich fotografieren oder einen Finger scannen zu lassen. Die australische Tageszeitung Sydney Morning Herald berichtet, auf diese Weise wollten die Betreiber von Gaststätten und Diskotheken gewalttätige Gäste fernhalten.

Anzeige

Abgleich mit Datenbank

Die Daten - neben Foto und Fingerabdruck auch ein Scan des Ausweises - werden zum Teil in großen Datenbanken gespeichert, die von Unternehmen betrieben werden. Sie sind jedoch nicht mit den Datenbanken der Polizei gekoppelt. Betritt ein Gast einen Pub oder eine Diskothek, muss er seinen Finger auf ein biometrisches Lesegerät legen. Der Fingerabdruck wird mit einer Datenbank abgeglichen. Ist die Person dort registriert, erscheint der entsprechende Eintrag mit Name, Foto und Grund der Registrierung. Der Türsteher kann dann entscheiden, ob er die Person einlässt oder nicht.

In den Datenbanken werde ein Mensch nicht erfasst, nur weil er nicht nach Hause gehen wolle, sondern nur, wenn er ein akutes Sicherheitsrisiko darstelle, sagte Peter Perrett, Chef des Unternehmens ID-Tect dem australischen Branchendienst ZDNet Australia. ID-Tect betreibt mit idEye die größte dieser Datenbanken. Derzeit melden sich Gaststätten und Diskotheken in Scharen bei solchen Datenbanken an. Die Nachfrage explodiere geradezu, sagte Perret.

Jahrelange Speicherung

Die Daten werden zum Teil jahrelang gespeichert - manche Betreiber von Datenbanken werben sogar mit langer Speicherdauer. Deren Kunden können Daten einsehen und untereinander austauschen. Ein Gast kann verlangen, dass seine Daten gelöscht werden. Das gilt aber nicht für diejenigen, die schon auffällig geworden und deshalb vorgemerkt sind; ihre Daten bleiben gespeichert.

Möglich ist das Geschäft, weil diese Datenspeicherung nicht unter das australische Datenschutzgesetz fällt. Tim Pilgrim, oberster Datenschützer des Landes, kritisierte, dass er nicht berechtigt sei, diese Datenbanken zu überprüfen. So könnten die Datenbankbetreiber unkontrolliert personenbezogene Daten speichern, nutzen und austauschen.

Kritik der Branche

Möglicherweise ist das aber nicht mehr lange der Fall. Denn Kritik daran kommt sogar aus den eigenen Reihen: Der Branchenverband Biometrics Institute Of Australia hat eine Änderung des Datenschutzgesetzes gefordert. So fordert der Verband beispielsweise eine obligatorische Überprüfung der Auswirkungen von Datenspeicherungen auf die Privatsphäre.


eye home zur Startseite
Der Kaiser! 03. Feb 2011

Woher hast du das?

Testdada 03. Feb 2011

Amerika kann ich nicht beurteilen. Aber England, und DE find ich das überhaupt nicht...

Der Kaiser! 02. Feb 2011

Das Potential jemanden zu verletzen hat jeder. Die Frage ist nur wann und weshalb jemand...

Der Kaiser! 02. Feb 2011

Einfach abwarten. Die Auswirkungen werden sich dann schon zeigen. (So wie bei einer...

Freepascal 02. Feb 2011

Ja, aber das Problem liegt woanders. In De sind die gewaltbereiten Leute üblicherweise...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Präsidium Technik, Logistik, Service der Polizei, Stuttgart
  2. GK Software AG, Schöneck/Vogtland, Berlin
  3. über Baumann Unternehmensberatung AG, Ingolstadt, München, Stuttgart
  4. Schwarz IT Infrastructure & Operations Services GmbH & Co. KG, Neckarsulm


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Bose Soundlink Mini Bluetooth Speaker II 149,90€)
  2. (alle Angebote versandkostenfrei, u. a. Prey (Day One Edition) PC/Konsole 35,00€, Yakuza Zero PS4...
  3. 44,00€

Folgen Sie uns
       


  1. Heiko Maas

    "Kein Wunder, dass Facebook seine Vorgaben geheim hält"

  2. Virtual Reality

    Oculus Rift unterstützt offiziell Roomscale-VR

  3. FTP-Client

    Filezilla bekommt ein Master Password

  4. Künstliche Intelligenz

    Apple arbeitet offenbar an eigenem AI-Prozessor

  5. Die Woche im Video

    Verbogen, abgehoben und tiefergelegt

  6. ZTE

    Chinas großes 5G-Testprojekt läuft weiter

  7. Ubisoft

    Far Cry 5 bietet Kampf gegen Sekte in und über Montana

  8. Rockstar Games

    Waffenschiebereien in GTA 5

  9. Browser-Games

    Unreal Engine 4.16 unterstützt Wasm und WebGL 2.0

  10. Hasskommentare

    Bundesrat fordert zahlreiche Änderungen an Maas-Gesetz



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Asus B9440 im Test: Leichtes Geschäftsnotebook liefert zu wenig Business
Asus B9440 im Test
Leichtes Geschäftsnotebook liefert zu wenig Business
  1. ROG-Event in Berlin Asus zeigt gekrümmtes 165-Hz-Quantum-Dot-Display und mehr

Elektromobilität: Wie kommt der Strom in die Tiefgarage?
Elektromobilität
Wie kommt der Strom in die Tiefgarage?
  1. Elektroauto Tesla gewährt rückwirkend Supercharger-Gratisnutzung
  2. Elektroautos Merkel hofft auf Bau von Batteriezellen in Deutschland
  3. Strategische Entscheidung Volvo setzt voll auf Elektro und trennt sich vom Diesel

In eigener Sache: Die Quanten kommen!
In eigener Sache
Die Quanten kommen!
  1. id Software "Global Illumination ist derzeit die größte Herausforderung"
  2. In eigener Sache Golem.de führt kostenpflichtige Links ein
  3. In eigener Sache Golem.de sucht Marketing Manager (w/m)

  1. Re: Mal ne dumme Gegenfrage:

    __destruct() | 21:43

  2. Re: Siri und diktieren

    rabatz | 21:41

  3. Re: Machen wir doch mal die Probe aufs Exempel

    ML82 | 21:33

  4. Re: Also so eine art Amerikanischer IS Verschnitt...

    SanderK | 21:21

  5. Re: Akito Thunder 2 + Macbook

    Mixermachine | 21:13


  1. 12:54

  2. 12:41

  3. 11:44

  4. 11:10

  5. 09:01

  6. 17:40

  7. 16:40

  8. 16:29


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel