Google

Microsoft schummelt bei Bing

Microsoft nutzt Google, um die Ergebnisse seiner eigenen Suchmaschine Bing zu verbessern. Das beweise ein Experiment von Google, meldet der Suchmaschinenexperte Danny Sullivan. Google habe Microsofts Suchmaschine eine Falle gestellt und das Unternehmen sei darauf reingefallen.

Artikel veröffentlicht am ,

Microsoft überwacht, wonach Nutzer bei Google suchen und auf welche Seiten sie klicken, um mit diesen Informationen die Ergebnisse seiner Suchmaschine Bing zu verbessern, meldet Danny Sullivan bei Searchengineland und beruft sich auf ein Experiment, mit dem Google glaubt, das beweisen zu können.

Stellenmarkt
  1. Trainee (w/m/d) IT System Engineer / Workplace
    Computacenter AG & Co. oHG, verschiedene Standorte
  2. IT-Administrator*in (m/w/d)
    Katholisches Datenschutzzentrum, Dortmund
Detailsuche

Microsoft hat die Vorwürfe in einer Stellungnahme an Sullivan nicht zurückgewiesen. Selbstverständlich würden verschiedene Faktoren genutzt, Google könnte diese aber, wie auch die Konkurrenz, nicht im Detail erklären. Der bei Microsoft für Bing verantwortliche Manager Stefan Weitz räumte auch ein, dass Microsoft unter anderem die Bing-Toolbar nutzt, um das Klickverhalten von Nutzern zu analysieren.

Laut Sullivan hat Google ihn im Mai 2010 darauf aufmerksam gemacht, dass Bing bei ungewöhnlichen Tippfehlern bei der Sucheingabe sehr ähnliche Ergebnisse wie Google liefere. Dadurch alarmiert, begann Google ein Experiment und setzte einzelne Seiten bei bestimmten Suchergebnissen manuell hoch. So lieferte Google bei rund 100 Suchanfragen Webseiten auf der ersten Position ausschließlich, weil diese manuell dort positioniert wurden. Wenn Bing die Ergebnisse kopiert, so die Idee, müsste sich das an diesen Suchanfragen und deren Ergebnissen zeigen.

Rund 20 Google-Mitarbeiter führten ab dem 17. Dezember 2010 die entsprechenden Suchanfragen von zu Hause aus auf einem Notebook mit dem Internet Explorer und der Bing-Toolbar durch, am 31. Dezember 2010 waren die ersten von Google manuell in den Suchergebnissen positionierten Seiten auch bei Bing erschienen. Einige Beispiele, die mittlerweile nicht mehr funktionieren, hat Sullivan dokumentiert. Vor Googles Test konnten weder Google noch Bing zu den Suchwörtern nennenswerte Treffer liefern.

Sullivan betonte, das bedeutet nicht, dass Bing die gleichen Ergebnisse liefere wie Google. Nur bei einer kleinen Zahl der Testfälle habe sich das entsprechende Verhalten von Bing gezeigt.

Nach Abschluss des Tests will Google die manuellen Eingriffe in die Suchergebnisse wieder entfernen. Bis jetzt hat Google allerdings immer behauptet, solche Eingriffe seien nicht möglich. Gegenüber Sullivan betonte Google, dass ein solcher Eingriff nur bei dieser sehr beschränkten Zahl an Suchanfragen umsetzbar gewesen sei.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Dennis4741 03. Feb 2011

ich benutze ausschliesslich bing. google verwende ich schon seit jahren nicht mehr weil...

Anonymer Nutzer 02. Feb 2011

Ich glaube nicht. Auch diese Meldung nutzt Google nur indirekt zu Werbezwecken, nicht...

Anonymer Nutzer 02. Feb 2011

Nein. Google hat gesagt, dass man immer im Sinne der Anwender handelt und wenn man hier...

RioDerReiser 02. Feb 2011

Die relevanz eines Sucergebnis bei einer anderen Suchmaschine im eigenen Ranking zu...

mikeee88 02. Feb 2011

Nein, so ist es richtig: Bing Bing bingt, bingt Bing Google!



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Kernnetz
Telekom wechselt Cisco-Router im zentralen Backbone aus

Die Deutsche Telekom hat einen besseren Cisco-Router in ihrem zentralen Backbone installiert. Der erreicht 260 TBit/s und wirft Fragen zur IT-Sicherheit auf.

Kernnetz: Telekom wechselt Cisco-Router im zentralen Backbone aus
Artikel
  1. Geekbench & GFXBench: Erste Benchmarks zeigen starken Apple M1 Max
    Geekbench & GFXBench
    Erste Benchmarks zeigen starken Apple M1 Max

    Das Apple Silicon schneidet gut ab: Der M1 Max legt sich tatsächlich mit einer Geforce RTX 3080 Mobile und den schnellsten Laptop-CPUs an.

  2. Breko: Einfacher geht Förderung des Glasfaserausbaus nicht
    Breko
    Einfacher geht Förderung des Glasfaserausbaus nicht

    Die Förderung des FTTH-Ausbaus kann laut Breko nicht einfacher werden. Und sie funktioniert schlecht.

  3. Windows 11: User wollen separate Fenster in der Taskleiste zurück
    Windows 11
    User wollen separate Fenster in der Taskleiste zurück

    Windows 11 gruppiert Instanzen einer App zusammen und streicht die Möglichkeit, sie separat anzuzeigen. Das gefällt der Community gar nicht.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • HP Herbst Sale bei NBB: Bis zu 500€ Rabatt auf Gaming-Notebooks, Monitore uvm. • Kingston RGB 32GB Kit 3200 116,90€ • LG OLED48A19LA 756,29€ • Finale des GP Anniversary Sales • Amazon Music 3 Monate gratis • Saturn Gutscheinheft: Direktabzüge und Zugaben [Werbung]
    •  /