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Was gegen Intels SATAgate jetzt zu tun ist

Der Fehler in Intels Chipsätzen für Prozessoren der Serie Core-i-2000 betrifft alle ausgelieferten Produkte: Mainboards, Desktop-PCs und Notebooks. Rückrufaktionen sind zu erwarten, Intel will dafür finanziell geradestehen. Endkunden und PC-Hersteller sollten aber mit Umsicht vorgehen.

Artikel veröffentlicht am ,
Defekter Notebook-Chipsatz HM65
Defekter Notebook-Chipsatz HM65

Zwei Fehler darf ein IT-Produkt nie machen: Es darf keine falschen Daten liefern und es darf keine Datenverluste hervorrufen. Alles andere, Abstürze, Inkompatibilitäten, geringe Leistung, ist verzeihlich, wenn der Hersteller des Produktes offen mit solchen Schwierigkeiten umgeht und Lösungen schafft.

Inhalt:
  1. IMHO: Was gegen Intels SATAgate jetzt zu tun ist
  2. PC-Hersteller müssen den Austausch sorgfältig planen

Intel hat den ersten dieser Fehler bereits 1994 gemacht, der zweite folgt nun. Damals traten falsche Daten in Form von inkorrekten Rechenergebnissen mit dem berüchtigten FDIV-Bug des ersten Pentium auf - jetzt kommen mögliche Datenverluste durch den Fehler in den Sandy-Bridge-Chipsätzen hinzu. Während Intel Ende 1994 und Anfang des folgenden Jahres monatelang Katz und Maus mit Presse und Kunden spielte, hat das Unternehmen nun aber schnell die Notbremse gezogen.

700 Millionen US-Dollar stehen bereit, um den Austausch der bereits ausgelieferten oder hergestellten Produkte für Sandy-Bridge-Prozessoren zu finanzieren. Dieser wird wie bei Nvidias fehlerhaften GPUs der Serien 8400 bis 8700 ablaufen: Die PC-Hersteller verlängern die Garantie, und die Kosten für Reparaturen reichen sie an Intel weiter. Nur: Dafür müssen die benötigten Verfahren erst geschaffen werden. Jetzt panisch bei seinem Vertragspartner anzurufen - der in Deutschland in der Regel der Händler ist -, bringt nichts.

Intel hat seine direkten Kunden, also die PC-Hersteller, nicht im Vorfeld über das Problem informiert. Die Entscheidung für das, was de facto eine Rückrufaktion der gesamten Chipsatzproduktion für Sandy Bridge ist, fiel nach Angaben von Intels Chef der Clientabteilung, Steve Smith, erst in der Nacht vor der Bekanntgabe der Aktion. Fest steht bisher nur: Intel will für den Bug geradestehen; wie der Austausch abgewickelt wird, ist Sache der PC-Hersteller.

Workaround: Nur zwei der SATA-Ports verwenden

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Wer bereits ein Sandy-Bridge-System besitzt, kann bis zur Klärung der Modalitäten immerhin eines tun: nur die beiden Ports für 6-GBit-SATA verwenden. Diese sind laut Intel von dem Problem nicht betroffen. Das wäre auch für Notebookhersteller eine gute Nachricht, denn mehr als zwei SATA-Geräte (also Festplatte/SSD und optisches Laufwerk) besitzen nur die wenigsten Geräte.

Nur müssten die Kunden erst herausfinden, ob auch diese Ports für die verbauten Geräte verwendet wurden, und dann auch noch einem langlebigen Gerät wie einem Notebook trauen, von dem der Chiphersteller sagt, dass es mit mindestens fünfprozentiger Wahrscheinlichkeit in den kommenden drei Jahren Probleme macht.

Wo die SATA-Laufwerke angeschlossen sind, ließe sich eigentlich mit Intels Matrix-Storage-Tool (früher: Rapid Storage) herausfinden. Für die Serie-6-Chipsätze bietet Intel dieses Paket zwar noch nicht zum öffentlichen Download an, hat es aber den Testern der Plattform und PC-Herstellern zur Verfügung gestellt. Das Programm existiert also, es wird Zeit für Intel, es allgemein zugänglich zu machen. Zeigt es an, dass die Ports 0 und 1 verwendet werden, sind die Daten nicht gefährdet, der Fehler kann laut Intels bisherigen Angaben nur an den Ports 2 bis 5 auftreten.

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PC-Hersteller müssen den Austausch sorgfältig planen 
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GeroflterCopter 02. Feb 2011

(Eines vorweg: ich bin kein Linuxfanboy :D) Linux is like a Tipi - no Windows, no GATES...

GeroflterCopter 02. Feb 2011

Du kannst dir auch was anderes kaufen.

GeroflterCopter 02. Feb 2011

In letzter Zeit wird jeder Fehler mit -gate versehen. Finde ich auch zum kotzen :-!

Raketen... 01. Feb 2011

Wer sich ein Mainboard oder Noteboard mit betroffenen PCHs vor nicht mehr als zwei Wochen...



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