• IT-Karriere:
  • Services:

PC-Hersteller müssen den Austausch sorgfältig planen

Der Anschluss der Laufwerke an die 6-GBit-Ports ist für Technikfans mit hochgezüchteten Desktop-PCs aber keine zufriedenstellende Lösung, sie brauchen mehr als zwei Laufwerke. Die heute beliebte Kombination aus einer kleinen und damit bezahlbaren Boot-SSD, einer großen Festplatte für die Daten und einem optischen Laufwerk braucht schon drei Ports. Sollen die Daten der Festplatten in einem RAID besonders sicher sein, sind schon mindestens vier gefordert.

Stellenmarkt
  1. SySS GmbH, Tübingen
  2. Swyx Solutions GmbH, Dortmund

Daher liegt es an den Herstellern von Mainboards, Desktop-PCs und Notebooks, ihre Kunden nun direkt anzusprechen und planbare Lösungsvorschläge zu machen. Das dauert aber: Erst Ende Februar 2011 will Intel die korrigierten Chipsätze mit einem neuen Stepping ausliefern und im April 2011 dann das bisher übliche Volumen liefern können. Das macht aber noch keine neuen Mainboards für die Rechner - die müssen erst produziert werden. Da sich SMD-Bausteine nur extrem aufwendig von Hand verlöten lassen, dürfte ein Austausch in der Regel ein neues Mainboard bedeuten.

Bereits produzierte Boards, die noch nicht beim Endkunden gelandet sind, lassen sich immerhin umrüsten, die korrigierten Chipsätze sind pinkompatibel. Dafür müssen die Mainboards aber zurück in die Fabriken, die meist in Asien stehen. Auch das ist außer bei sehr großen Stückzahlen kein lohnenswerter Weg, also bleibt nur: Sofort alle Sandy-Bridge-Produkte in den Fabs festsetzen. Oder einen Dienstleister suchen, der auch in Europa wirtschaftlich sinnvoll SMD-Chipsätze austauschen kann.

Korrigierte PCs sind erst im März 2011 zu erwarten

Auch das braucht Zeit, es ist also erst im März 2011 mit korrigierten Sandy-Bridge-Produkten zu rechnen. Auf der Cebit wird die hämische Frage zu neuen PCs, "Sind das noch die mit dem SATA-Bug?", häufig zu hören sein. Wenn noch ein Core-i-Prozessor mit dreistelliger Modellnummer im Rechner steckt, kann man immerhin verneinen, nur: Wer will die bei Neuanschaffungen vor allem ob der viel geringeren Leistungsaufnahme der Core-i-2000 noch? Egal ob der Chipsatz P67, H67, Q67 (Desktops) oder HM67 und HM65 (Notebooks) heißt - alle Sandy-Bridge-Produkte sind bisher betroffen.

Bleibt noch die Frage, wie Intel ein so schwerwiegender Fehler durch die eigenen Tests rutschen konnte - und nicht nur an Intel ist sie zu richten. Bereits seit Juni 2010 gibt es seriennahe Sandy-Bridge-Mainbords, und auch die wurden von dritter Seite getestet. "Qualification" und "Validation" heißen die Verfahren mit Tests in Klimakammern, schwankenden Spannungen, in Staubschleudern und all dem, was die PC-Branche in über 40 Jahren hervorgebracht hat.

Dem Ton der Intel-Ingenieure - auch Steve Smith kommt aus der Chipentwicklung -, die sich bisher zum Problem geäußert haben, ist zu entnehmen, dass es sich um einen dieser haarsträubenden Fehler handeln könnte, die bei so komplexer Technik einfach vorkommen können. Offen ausgesprochen wird das aber nicht. Die Geschichte vom Teufel im Detail wollen manche Beobachter, allen voran der stets sehr kritische US-Journalist Charlie Demerjian, aber nicht so einfach glauben.

Intels Timing ist merkwürdig, aber nachvollziehbar

Neben technischen Überlegungen führt der ehemalige Inquirer-Redakteur auch das Timing als Argument an: Warum wurde der Fehler erst drei Wochen nach Verkaufsstart öffentlich gemacht? Und warum dann genau in der Woche, in der in Asien durch das chinesische Neujahrsfest das Geschäftsleben weitgehend ruht? Neben Aspekten des US-Aktienrechts, die noch über die deutsche Ad-hoc-Pflicht hinausgehen, gibt es immerhin noch eine mögliche Erklärung.

Wenn der Fehler, wie Intel behauptet, erst Anfang 2011 von einem PC-Hersteller gefunden wurde, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er auch von weiteren Industrievertretern oder der Presse entdeckt worden wäre - und dann wären Imageschaden und mögliche Schadensersatzforderungen noch viel größer gewesen. Da blieb nur die Flucht nach vorne.

IMHO ist der Kommentar von Golem.de. IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach).

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 IMHO: Was gegen Intels SATAgate jetzt zu tun ist
  1.  
  2. 1
  3. 2


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-40%) 35,99€
  2. 37,49€
  3. (-53%) 13,99€
  4. 39,99€

GeroflterCopter 02. Feb 2011

(Eines vorweg: ich bin kein Linuxfanboy :D) Linux is like a Tipi - no Windows, no GATES...

GeroflterCopter 02. Feb 2011

Du kannst dir auch was anderes kaufen.

GeroflterCopter 02. Feb 2011

In letzter Zeit wird jeder Fehler mit -gate versehen. Finde ich auch zum kotzen :-!

Raketen... 01. Feb 2011

Wer sich ein Mainboard oder Noteboard mit betroffenen PCHs vor nicht mehr als zwei Wochen...

nie (Golem.de) 01. Feb 2011

Genau, Turd ;)


Folgen Sie uns
       


Microsoft Surface Laptop 3 (15 Zoll) - Hands on

Der Surface Laptop 3 ist eine kleine, aber feine Verbesserung zum Vorgänger. Er bekommt ein größeres Trackpad, eine bessere Tastatur und ein größeres 15-Zoll-Display. Es bleiben die wenigen Anschlüsse.

Microsoft Surface Laptop 3 (15 Zoll) - Hands on Video aufrufen
Sicherheitslücken: Microsoft-Parkhäuser ungeschützt im Internet
Sicherheitslücken
Microsoft-Parkhäuser ungeschützt im Internet

Eigentlich sollte die Parkhaussteuerung nicht aus dem Internet erreichbar sein. Doch auf die Parkhäuser am Microsoft-Hauptsitz in Redmond konnten wir problemlos zugreifen. Nicht das einzige Sicherheitsproblem auf dem Parkhaus-Server.
Von Moritz Tremmel

  1. Datenleck Microsoft-Datenbank mit 250 Millionen Support-Fällen im Netz
  2. Office 365 Microsoft testet Werbebanner in Wordpad für Windows 10
  3. Application Inspector Microsoft legt Werkzeug zur Code-Analyse offen

Digitalisierung: Aber das Faxgerät muss bleiben!
Digitalisierung
Aber das Faxgerät muss bleiben!

"Auf digitale Prozesse umstellen" ist leicht gesagt, aber in vielen Firmen ein komplexes Unterfangen. Viele Mitarbeiter und Chefs lieben ihre analogen Arbeitsmethoden und fürchten Veränderungen. Andere wiederum digitalisieren ohne Sinn und Verstand und blasen ihre Prozesse unnötig auf.
Ein Erfahrungsbericht von Marvin Engel

  1. Arbeitswelt SAP-Chef kritisiert fehlende Digitalisierung und Angst
  2. Deutscher Städte- und Gemeindebund "Raus aus der analogen Komfortzone"
  3. Digitalisierungs-Tarifvertrag Regelungen für Erreichbarkeit, Homeoffice und KI kommen

SpaceX: Der Weg in den Weltraum ist frei
SpaceX
Der Weg in den Weltraum ist frei

Das Raumschiff hob noch ohne Besatzung ab, aber der Testflug war ein voller Erfolg. Der Crew Dragon von SpaceX hat damit seine letzte große Bewährungsprobe bestanden, bevor die Astronauten auch mitfliegen dürfen.
Ein Bericht von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Raumfahrt SpaceX macht Sicherheitstest bei höchster Belastung
  2. Raumfahrt SpaceX testet dunkleren Starlink-Satelliten
  3. SpaceX Starship platzt bei Tanktest

    •  /