Zum Hauptinhalt Zur Navigation

IPv6: Die letzten IPv4-Adressen werden verteilt

Die APNIC, die IP-Adressen im asiatisch-pazifischen Raum vergibt, hat von der IANA die letzten beiden regulär vergebenen Blöcke von IPv4-Adressen erhalten. Die letzten fünf IPv4-Blöcke werden gleichzeitig an die fünf RIRs verteilt.
/ Jens Ihlenfeld
103 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Die freien IPv4-Adressen gehen zur Neige – das ist keine neue Erkenntnis, sie wird aber mit der Vergabe der letzten beiden regulär verteilten IPv4-Blöcke so deutlich wie nie zuvor. Die Regional Internet Registry (RIR) für den asiatisch-pazifischen Raum, APNIC, hat nach eigenen Angaben(öffnet im neuen Fenster) die letzten beiden /8-Netze erhalten, die von der IANA regulär vergeben werden – 39/8 und 106/8.

Damit verfügt die IANA nun nur noch über fünf freie /8-Netze, die jeweils einem 1/256tel des verfügbaren IPv4-Adressraums entsprechen. Entsprechend den Vergaberegeln(öffnet im neuen Fenster) endet damit die reguläre Vergabe von IPv4-Adressen durch die IANA an die regionalen Registrys und es tritt die sogenannte "Exhaustion Phase" in Kraft. Das bedeutet: Jede der fünf RIRs erhält einen letzten IPv4-Block.

Die RIRs vergeben ihre IPv4 weiterhin nach ihren eigenen Regeln. Die APNIC geht davon aus, dass sie noch für drei bis sechs Monate über ausreichende IPv4-Adressen verfügen wird, um sie nach den bislang üblichen Regeln zu verteilen. Danach werden die IPv4-Adressen aus dem letzten Block in kleinen Mengen vergeben, um sicherzustellen, dass ausreichende IPv4-Adressen für den Umstieg auf IPv6 zur Verfügung stehen. So will die APNIC noch rund fünf Jahre IPv4-Adressen verteilen können.


Relevante Themen