Game Forum Germany: Starkes Beschäftigungsplus in Spielebranche erwartet
"Wir beobachten aktuell den stärksten Wachstumsschub, den wir auf dem Arbeitsmarkt in der deutschen Games-Branche bislang erlebt haben. Nach einer Konsolidierungsphase in den letzten Jahren wird wieder kräftig eingestellt" , sagte Olaf Wolters, Geschäftsführer des Bundesverbandes Interaktive Unterhaltung(öffnet im neuen Fenster) (BIU) auf einer Paneldiskussion auf dem Game Forum Germany(öffnet im neuen Fenster) in Hannover. Bereits heute seien Engpässe auf dem Arbeitsmarkt zu spüren, vor allem im Bereich der Online- und Browserspiele sei der Markt um Mitarbeiter hart umkämpft.
Die steigende Nachfrage erklärte Wolters außer mit der allgemeinen Erholung der Konjunktur vor allem mit einem Strukturwandel in der deutschen Branche. Vor allem Online- und Browserspiele aus Deutschland seien inzwischen erfolgreiche Exportprodukte. "Deutschland hat sich in kürzester Zeit zu einem internationalen Produktionsstandort für Online- und Browsergames entwickelt. Das wirkt sich ausgesprochen positiv auf den Arbeitsmarkt aus" , sagte Wolters.
Nach Schätzungen des BIU arbeiten etwa 10.000 Menschen in Deutschland festangestellt oder freiberuflich in der Branche, berücksichtigt man die gesamte Wertschöpfungskette von interaktiver Unterhaltung. Der Verband erwartet, dass die Zahl der Beschäftigten in der deutschen Spieleindustrie in den kommenden zwei Jahren um jeweils etwa zehn Prozent wachsen wird.
Andreas Stock von der Personalberatung Ganz & Stock(öffnet im neuen Fenster) sagte: "Wir erleben derzeit einen für Deutschland einmaligen Einstellungsboom. Allein im Onlinegames-Segment sind schätzungsweise 1.000 Stellen in Deutschland offen. Besonders nachgefragt sind Fachkräfte für Webprogrammierung und Serverentwicklung."



