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Schwedische ISPs widersetzen sich Vorratsdatenspeicherung

Der ISP Bahnhof Internet will die in Schweden geplante Vorratsdatenspeicherung mit VPNs aushebeln. Weitere Provider und Telekommunikationsunternehmen wollen sich anschließen.

Artikel veröffentlicht am ,
Server bei Bahnhof Internet
Server bei Bahnhof Internet

Der schwedische Internet Service Provider (ISP) Bahnhof Internet will seinen gesamten Datenverkehr über VPNs routen, um der geplanten staatlichen Vorratsdatenspeicherung zu entgehen. Das sagte Jon Karlung, Gründer und Aufsichtsratschef von Bahnhof Internet dem Sender Sveriges Radio P3. Bahnhof Internet will von Kunden, die die VPN-Verschlüsselung nicht wollen, einen Preisaufschlag von 50 Kronen im Monat (5,65 Euro) fordern.

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Bahnhof Internet würde laut Karlung bei einer richterlichen Anordnung zu Ermittlungen zu Kindesmissbrauch gerne mit den Strafverfolgungsbehörden zusammenarbeiten. Eine verdachtslose Vorratsdatenspeicherung lehnt Karlung jedoch ab.

Im Oktober 2010 wurde bekannt, dass das schwedische Justizministerium plant, die Nutzerdaten von Telekommunikationsunternehmen und ISP für mindestens sechs Monate auf Vorrat zu speichern. Die Daten sollen für Ermittlungen zu Fällen von sexuellem Missbrauch und zu Belästigungen von Kindern und Jugendlichen im Internet genutzt werden. Sie sollen der Polizei sogar dann zur Verfügung stehen, wenn wegen Urheberechtsverstößen beim Filesharing ermittelt wird. Es wird erwartet, dass der Reichstag einem entsprechenden Gesetz in Kürze zustimmt.

Schwedens Justizministerin Beatrice Ask sagte dem Radiosender, dass es möglicherweise Schlupflöcher in der Gesetzesvorlage gebe. Die Technologie entwickle sich schnell. "Es ist unmöglich, alles abzudecken", erklärte Ask. Es sei schlecht, wenn Provider Gesetze unterlaufen würden. Laut dem Bericht arbeiten weitere schwedische Telekommunikationsbetreiber und ISPs daran, die Vorratsdatenspeicherung technisch auszuhebeln.

Bahnhof Internet wurde 1994 gegründet. Es unterhält Teile seiner Serverfarm in einem unterirdischen Bunker. Die Bunker wurden zuvor als zivile Verteidigungsanlage verwendet und liegen unter der Parkanlage Vita Bergen im Stockholmer Stadtteil Södermalm. Dort sind auch die Webseite und Dokumente der Aktivistengruppe Wikileaks gehostet.



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Charles Marlow 28. Jan 2011

Die letzten Wahlen haben zwar nichts dazu beigetragen, aber wenn es endlich wieder eine...

GodsBoss 27. Jan 2011

Wie schon Peer Sönlich bemerkte, sind VPNs schon länger Stand der Technik, soviel zum...

Baron Münchhausen. 27. Jan 2011

Da will das Trojanische Pferd wohl darauf hinaus, dass man ein Gesetzt braucht, der...

/mecki78 27. Jan 2011

Aha, damit also Mitarbeiter in Unternehmen dann fleißig KiPo und andere Dateien tauschen...

Anonymer Nutzer 27. Jan 2011

besser hätte man es nicht formulieren können! Ich habe etliche Daten noch im Kopf gehabt...


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