Windows Phone 7: Microsoft kooperiert mit Jailbreaking-Team ChevronWP7
Microsoft will mit ChevronWP7(öffnet im neuen Fenster) an einer langfristigen Lösung arbeiten, die Jailbreaking von Smartphones mit Windows Phone 7 unnötig macht. Wie das Jailbreaking-Team ChevronWP7 im eigenen Blog berichtet, gab es dazu bereits ein Treffen mit Mitgliedern des Windows-Phone-7-Teams.
Nach Diskussionen um das Für und Wider privater Softwareprojekte (Homebrew) auf Smartphones und einigen Präsentationen seitens Microsoft soll eine langfristige Zusammenarbeit beschlossen worden sein. Ziel ist es offenbar, Homebrew-Software auf Windows-Phone-7-Geräten zu ermöglichen, ohne jedoch durch Hacks die Plattformsicherheit zu gefährden.
Den eigenen "Windows Phone 7 Unlocker" wird ChevronWP7 künftig nicht mehr weiterentwickeln. Das Team erklärte zudem, dass Microsoft die von dem Tool genutzte Sicherheitslücke mit einem der nächsten Updates für Windows Phone 7 schließen werde. Deshalb werde nun an einer Zwischenlösung gearbeitet, mit der Homebrew-Software auch nach dem Update funktionieren soll. Mehr dazu soll später verraten werden.
Anders als etwa Apple, das sich ein Katz-und-Maus-Spiel mit Jailbreaking-Tools liefert, hat Microsoft beim Umgang mit Windows-Phone-7-Hackern offenbar mehr Humor – oder gibt sich zumindest offener. Wie ChevronWP7-Teammitglied Long Zheng im eigenen Blog iStartedSomething(öffnet im neuen Fenster) berichtet, gab es für ihn und seine beiden Kollegen bei dem Treffen auch T-Shirts mit der Aufschrift "I was the first to jailbreak Windows Phone 7, and all I got was this lousy t-shirt".
Möglicherweise folgt Microsoft dem Beispiel Palms. WebOS-Smartphones lassen sich ohne Jailbreaking mit Homebrew-Software versehen. Unter anderem können einzelne Funktionen des Betriebssystems mit Hilfe von Patches verändert oder auch um Funktionen erweitert werden. Neben Patches findet der Anwender in der App-Catalog-Alternative Preware Themes und Applikationen aus der Homebrew-Szene.
Kürzlich hatte auch der PS3- und iPhone-Hacker George "Geohot" Hotz auf seiner Website(öffnet im neuen Fenster) angekündigt, sich ein Windows Phone 7 kaufen zu wollen – weil Microsoft besser mit Hackern umgehe als Sony Computer Entertainment, mit dem Geohot sich im Rechtsstreit befindet. Daraufhin twitterte Microsoft-Mitarbeiter Brandon Watson(öffnet im neuen Fenster), Hotz brauche ihm nur eine E-Mail zu schreiben und das Team werde ihm ein Smartphone zusenden. Watson(öffnet im neuen Fenster) leitet Microsofts Developer-Experience-Abteilung, die sich um externe Entwickler kümmert, die für Windows Phone 7 programmieren wollen. Um die Plattform interessanter zu machen, hatte Microsoft in den vergangenen Monaten auch immer wieder Entwickler angeschrieben, die etwa für das iPhone oder Android entwickeln.
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