Videotelefonie: Saynow-Übernahme soll Google Voice aufwerten

Google hat das Unternehmen Saynow(öffnet im neuen Fenster) gekauft, um neue Funktionen für Google Voice zu ermöglichen. Zu den finanziellen Konditionen wurden keine Angaben gemacht. Saynow wurde 2005 gegründet und bekam eine Finanzierung von 7,5 Millionen US-Dollar von Shasta Ventures, Tugboat Ventures und Altos Ventures.
Saynow mit Sitz im kalifornischen Palo Alto produziert Voice-over-IP-Applikationen für Facebook, Twitter, Myspace, für das iPhone und für Android-Smartphones. Die Anwendungen Saynow Phone, Saynow Broadcast, Big Call und Chit Chat werden nach Unternehmensangaben von 15 Millionen Menschen eingesetzt. Basierend auf der Saynow-Plattform bieten die Programme Versand und Empfang von Sprachnachrichten und Gruppen- sowie Einzelgespräche mit Sprachtelefonie.
Bekannt wurde Saynow mit der Vergabe von speziellen Fantelefonnummern für Prominente wie die Sängerin und Filmschauspielerin Miley Cyrus und den Rapper Soulja Boy. Eine weitere Anwendung ermöglicht es Prominenten, Telefonkonferenzen abzuhalten, in die sich die Fans einwählen können. Die Unternehmensanwendung Big Call bietet Telefonkonferenzen.
"Wir denken, dass wir gemeinsam mit dem Team von Google Voice Innovationen in neuen und noch unerforschten Bereichen schaffen können" , erklärten die Saynow-Gründer Nikhyl Singhal und Ujjwal Singh. Singhal ist Unternehmenschef, Singh führt die Finanzen. Neue Produkte würden angekündigt, wenn die Integration mit Google Voice abgeschlossen sei.
Wie das Blog des Wall Street Journals AllThingsDigital(öffnet im neuen Fenster) aus verhandlungsnahen Kreisen berichtet, will Google mit der Übernahme die Attraktivität von Google Voice gegenüber Skype und Apples Videotelefoniesoftware Facetime aufwerten. Der nächste Schritt für Google Voice könnten damit weitere Videoanruffunktionen sein, heißt es dort. Google Voice ist nur für US-Bürger nutzbar.



