Elfoid: Telepräsenzroboter soll Mobiltelefon ersetzen

Im vergangenen Jahr hat der japanische Robotiker Hiroshi Ishiguro(öffnet im neuen Fenster) den unheimlichen Telepräsenzroboter Telenoid R1(öffnet im neuen Fenster) vorgestellt. Der Entwickler glaubt, dass eine Miniausführung davon künftig das Mobiltelefon ersetzen wird.
Prototyp in einigen Monaten
Elfoid solle der kleine Telepräsenzroboter heißen, erklärte Ishiguro auf dem Festival Asia on the Edge, das derzeit in Singapur stattfindet, nach Angaben des Branchendiensts Cnet Asia(öffnet im neuen Fenster) . Einen Prototyp will er in einigen Monaten präsentieren.
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| Video: Telenoid R1 in Aktion |
Telenoid ähnelt einer Babypuppe , hat jedoch keine Beine und nur zwei Stummelarme. Das Gesicht ist kantig, Mund und Nase sind nur angedeutet. Dafür sitzen im Gesicht zwei bewegliche Augen. Ein Sprecher spricht in einen mit einer Webcam ausgestatteten Computer. Eine Software analysiert seine Gestik und Mimik und überträgt einen Teil davon zusammen mit den Worten an den Telepräsenzroboter.
Telenoid für unterwegs
Elfoid wird eine kleinere Ausführung des etwa einen Meter großen Telenoid. Er wird so groß sein, dass ein Nutzer ihn gut in der Hand halten kann, und dann als mobiles Kommunikationsgerät dienen, das das Mobiltelefon ersetzen kann. Über den Roboter könne der Nutzer die Anwesenheit seines Gesprächspartners spüren, sagte Ishiguro. Wenn er den Roboter in der Hand halte, werde dieser zum Teil seines Körpers.
Den Einwand, der Telenoid sei unheimlich, wollte Ishiguro nicht gelten lassen. Menschen seien oft von einem neuen Design verwirrt. Aber sie würden sich daran gewöhnen, sagte der Robotiker von der Universität im japanischen Osaka. Er ist überzeugt, dass die Nutzer, wenn sie mit dem Telenoid sprechen, sich das Gesicht des Gesprächspartners auf dem wenig modellierten Gesicht des Roboters vorstellen können.