Openssh 5.7: Mehr Sicherheit durch elliptische Kurven

Version 5.7 der Werkzeugsammlung für verschlüsselte Verbindungen zwischen Rechnern generiert und tauscht Schlüssel per Elliptische-Kurven-Kryptographie (Elliptic Curve Cryptography, ECC) aus. Die Verschlüsselungen in Openssh(öffnet im neuen Fenster) können künftig auch auf Zertifikate angewendet werden.
Die Entwickler haben dabei die in der RFC5656(öffnet im neuen Fenster) festgelegten Rahmenbedingungen weitgehend umgesetzt. Für den Austausch von Schlüsseln verwendet Openssh 5.7 das ECDH-Protokoll (Elliptic Curve Diffie–Hellman Protocol). Für die Generierung von Schlüsselpaaren wird der ECDSA (Elliptic Curve Digital Signature Algorithm) angewendet. Die mit ECC generierten Schlüssel sind beiden bislang verwendeten Pedants DH und DSA bei gleicher symmetrischer Schlüssellänge überlegen und die verwendeten Schlüssel selbst sind kürzer.
Host- und Benutzerschlüssel können ECDSA-Schlüsseltypen verwenden: Ein ECDSA-Schlüssel kann selbst zertifiziert und kann als Zertifizierungsstelle (Certificate Authority, CA) verwendet werden.
Das Openssh-Team hat die drei im RFC5656 vorgeschriebenen Protokolle Nistp256, Nistp384 und Nistp521 implementiert, die vom US-amerikanischen National Institute of Standards and Technology(öffnet im neuen Fenster) festgelegt wurden. Sie beschränken sich allerdings auf ECDH und ECDSA und haben auf die Komprimierung verzichtet. Standardmäßig verwendet Openssh 5.7 die 256-Bit-Verschlüsselung.
Im Sftp-Protokoll werden mit dem Befehl ln künftig Hardlinks auf dem Clientrechner gesetzt, für das Setzen von Softlinks muss der Befehl um den Parameter -s erweitert werden. Zudem wurde das Auflisten von Verzeichnissen per Glob-Funktion beschleunigt. Der Datentausch per Scp-Befehl zwischen zwei entfernten Rechnern kann über die Option -3 über den lokalen Rechner umgeleitet werden, von dem der Befehl abgesetzt wurde.
Weitere Änderungen und Reparaturen haben die Entwickler in einer ausführlichen Changelog-Datei(öffnet im neuen Fenster) zusammengestellt. Der Quellcode der Werkzeugsammlung steht unter anderem für BSD- und Linux-Systeme auf der Webseite des Projekts zum Download(öffnet im neuen Fenster) bereit.