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Google: Browser-Erweiterung soll Tracking dauerhaft unterbinden

Nach Mozilla stellt auch Google einen Ansatz vor, mit dem Nutzer verhindern können, dass sie von Werbenetzwerken getrackt werden. Google setzt dabei auf eine Chrome-Erweiterung namens "Keep My Opt-Outs".
/ Jens Ihlenfeld
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Internetnutzer, die keine personalisierte Werbung wollen, können dies bei einigen Werbeanbietern angeben. Diese setzen dann ein Cookie, um für den jeweiligen Nutzer Tracking und Profilbildung zu deaktivieren. Löscht ein Nutzer aber seine Cookies, verschwindet auch dieses, und die Aktivitäten werden wieder zur Profilerstellung erfasst.

Googles Browser-Erweiterung " Keep My Opt-Outs(öffnet im neuen Fenster) " für Chrome soll helfen, solche Cookies dauerhaft zu speichern. Eine ähnliche Erweiterung bietet Google seit geraumer Zeit für seine eigenen Dienste an, Keep My Opt-Outs unterstützt auch Cookies von Drittanbietern.

So wolle Google Nutzern größtmögliche Kontrolle geben, ohne die Werbung zu blockieren, denn darüber würden die Inhalte im Web konsumiert, heißt es in einem Blogeintrag(öffnet im neuen Fenster) . Darin rät Google regelrecht von der Nutzung ab. Die Verwendung von Keep My Opt-Outs verändere die Onlineanzeigen, die man als Nutzer zu sehen bekomme. Es sei davon auszugehen, dass immer häufiger die gleichen Anzeigen erschienen und diese weniger relevant für den Einzelnen seien.

Google plant, die Erweiterung auch für andere Browser anzubieten. Zudem soll der Quelltext als Open Source freigegeben werden.

Allerdings geht Google damit einen anderen Weg, als Mozilla ihn kürzlich vorgeschlagen hat. Mozilla setzt auf einen HTTP-Header , der Werbenetzwerken anzeigen soll, dass Nutzer nicht getrackt werden wollen. Dies habe den Vorteil, dass keine Cookies gespeichert werden müssten, die dann gelöscht werden könnten, begründet Mozilla den Ansatz.

Eines aber haben beide Ansätze gemeinsam: Sie setzen auf eine Kooperation der Werbeanbieter, denn nur wenn diese den Wünschen der Nutzer folgen, funktioniert das Ganze. Anbieter, die bewusst gegen Regeln verstoßen, werden dadurch nicht aufgehalten.


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