Jahresplanung: Scheidender Google-Chef kündigt große Investitionen an

Google hat in seinem vierten Quartal den Gewinn um 29 Prozent auf 2,54 Milliarden US-Dollar (7,81 US-Dollar pro Aktie) gesteigert. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres wurden 1,97 Milliarden US-Dollar (6,13 US-Dollar pro Aktie) erwirtschaftet. Vor Sonderposten lag der Gewinn bei 8,75 US-Dollar pro Aktie, nach 6,79 US-Dollar pro Aktie im Vorjahreszeitraum. Die Analysten hatten 8,08 US-Dollar pro Aktie prognostiziert.
Der Umsatz stieg um 26 Prozent auf 8,44 Milliarden US-Dollar. 25 Prozent davon wurden an Partner gezahlt, um den Nutzertraffic bei Google zu steigern. Der Nettoumsatz lag damit bei 6,37 Milliarden US-Dollar, die Analysten hatten im Vorfeld 6,06 Milliarden US-Dollar berechnet. 52 Prozent des Umsatzes wurden im Ausland generiert.
Der scheidende Google-Vorstandschef Eric Schmidt sprach von einem "großartigen Quartal in einem sehr starken Geschäftsjahr" . Besonders die Bereiche Bannerwerbung und Mobile hätten stark zum Wachstum beigetragen. "Diese Ergebnisse geben uns den Optimismus und die Zuversicht, um hohe Investitionen für zukünftiges Wachstum zu tätigen." Zum Jahresende 2010 verfügte der Internetkonzern über Geldreserven in Höhe von 35 Milliarden US-Dollar.
Google-Finanzchef Patrick Pichette erinnerte daran, dass Google die Einkommen der Mitarbeiter um 10 Prozent erhöht hatte. Der Kampf um gutes Personal sei sehr hart. Im Berichtszeitraum wuchs die Google-Belegschaft durch Neueinstellungen um 4,6 Prozent auf 24.400 Vollzeitbeschäftigte. Viel Geld werde für langfristige Infrastrukturprojekte, den Bereich Mobile und das Kerngeschäft Suchmaschinenwerbung ausgegeben. Google werde in neue Bereiche investieren. Projekte wie Google Wave, die nicht funktioniert hätten, habe man dagegen eingestellt. Produktchef Jonathan Rosenberg sagte, dass sich der Umsatz bei Youtube verdoppelt habe.