GoHDR: Forscher stellen HDR-Technik für Video vor

Die an der Universität Warwick entwickelte Technik für HDR-Videos soll unter anderem Aufnahmen von Überwachungskameras, Videobilder, die bei medizinischen Operationen entstehen, aber auch Sportaufnahmen gegen die Sonne verbessern. Dazu wurden Kompressionsalgorithmen entwickelt, um die bei HDR-Videos anfallende hohe Datenmenge handhaben zu können. Als Kamera diene ein HDR-Prototyp, den die Forscher zusammen mit der deutschen Firma Spheron(öffnet im neuen Fenster) aus Waldfischbach-Burgalben entwickelt haben, erklärt Professor Alan Chalmers in einem Interview(öffnet im neuen Fenster) .

Die Kamera soll HDR-Aufnahmen in voller HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) mit 30 Bildern pro Sekunde und hoher Dynamik erstellen, wobei ein Bereich von 20 Blendenstufen umfasst wird. Aktuelle High-End-Kameras erreichen laut Chalmers 14 bis 18 Blendenstufen, so dass entsprechende Technik in naher Zukunft verfügbar sein wird.
Die von den Forschern entwickelten Kompressionsalgorithmen sollen es ermöglichen, die so aufgenommenen Videos im Verhältnis von 100:1 zu komprimieren. Das ist auch nötig, denn die Kamera produziert einen Videostream mit 24 MByte pro Bild beziehungsweise 42 GByte pro Minute.

Zur Vermarktung der Kompressionstechnik wurde das Unternehmen GoHDR(öffnet im neuen Fenster) gegründet. Es soll die Kompressionsalgorithmen an Kamerahersteller und Fernsehanstalten lizenzieren. Zur reinen Wiedergabe der Videos soll eine kostenlose Software angeboten werden.
Noch befindet sich die Software in einem frühen Entwicklungsstadium. Ein damit erstellter Film soll demnächst per Internet angeboten werden. GoHDR sucht derzeit nach Investoren, um mit mehr finanziellen Mitteln eine robustere Version der Software zu entwickeln.



