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Belgischer Minister will Kartellverfahren gegen Apple

Der belgische Wirtschaftsminister Vincent Van Quickenborne hat die Kartellbehörden des Landes aufgefordert, den möglichen Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung durch Apple zu untersuchen. Es geht um den Verkauf von Zeitungsabonnements für das iPad.

Artikel veröffentlicht am ,

Wie weit darf Apple bei der Kontrolle der Nutzung seiner Geräte gehen? Ist es mit den Wettbewerbsregeln vereinbar, wenn Apple quasi als Spinne im Netz den Fluss der Informationen und des Geldes zwischen Zeitungsverlagen und Abonnenten kontrolliert?

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Der belgische Wirtschaftsminister Vincent Van Quickenborne hegt daran erhebliche Zweifel. Der Minister habe deshalb die Wettbewerbshüter seines Landes aufgefordert, ein Kartellverfahren gegen Apple einzuleiten, berichtet EurActiv.

Van Quickenborne erklärte dazu: "Wenn die Zeitungen nicht mehr in der Lage wären, ihre Abonnements über eigene Kanäle und nicht ausschließlich über iTunes zu verkaufen, dann würde das wie der Missbrauch einer beherrschenden Stellung aussehen."

Zuvor hatte Apple einer Reihe von europäischen Zeitungsverlagen mitgeteilt, dass sie in Zukunft alle Abonnements über iTunes abschließen müssten. Auf diese Weise würden Apple 30 Prozent vom Verkaufspreis der Abonnements zufließen.

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Als Grund für Apples Schritt vermuten Beobachter, dass sich das Unternehmen eine gute Ausgangsposition für das geplante eigene, kostenpflichtige Newsangebot The Daily verschaffen möchte. Apple will The Daily in Zusammenarbeit mit Rupert Murdochs News Corporation herausbringen.

Darüber hinaus würde sich Apple direkten Zugang zu den Kundendaten verschaffen und die Verlage vom Direktzugang zum Kunden aussperren. Das würde auf der einen Seite Apple den Verkauf von Werbeanzeigen erleichtern, auf der anderen Seite hätten es die Verlage schwerer, zielgruppenspezifische Werbung zu schalten.

Sollten die belgischen Kartellwächter Anhaltspunkte dafür entdecken, dass Apple eine marktbeherrschende Stellung bei elektronischen Abonnements für Tabletcomputer ausnutzen möchte, könnten sie das Verfahren auch an die EU-Kommission weitergeben, teilte das belgische Wirtschaftsministerium mit. Das könnte empfindliche Strafen und drastische Auflagen für Apple zur Folge haben. [von Robert A. Gehring]

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Anonym 21. Jan 2011

So ein "Schwachsinn". Was möchtest du damit sagen? Sollen wir doch erst die großen...

trollwiesenvers... 20. Jan 2011

Also - ich find's auch lustig. Klar - übertrieben (auf beiden Seiten). Aber sonst wäre es...

Roonwyn 20. Jan 2011

Das das Unfug ist,ist ja nun wohl hinlänglich bekannt!

Roonwyn 20. Jan 2011

Zeitungen werden schon immer über fremde kanäle verkauft,nennt sich kiosk,supermarkt und...

mirnichda 19. Jan 2011

du hast es wunderbar auf den Punkt gebracht: "[...] unabhängige Presse [...]". Wer iPad...



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