Abo
  • Services:

Satellitennavigation

Galileo braucht noch einmal zwei Milliarden Euro

Galileo wird 2014 seinen Betrieb aufnehmen, aber noch einmal knapp zwei Milliarden Euro teurer, hat die EU-Kommission angekündigt. Der Chef des Galileo-Zulieferers OHB Technology musste wegen seiner despektierlichen Äußerungen über das europäische Satellitennavigationssystem gehen.

Artikel veröffentlicht am ,
Satellitennavigation: Galileo braucht noch einmal zwei Milliarden Euro

Die Europäische Kommission hat ihre Halbzeitüberprüfung der Satellitennavigationsprogramme Galileo und European Geostationary Navigation Overlay Service (Egnos) vorgelegt. Danach soll Galileo 2014 seinen Dienst aufnehmen. Allerdings müssen die Mitgliedstaaten bis 2020 weitere 1,9 Milliarden Euro für das Projekt aufbringen.

Positive Zwischenbilanz

Stellenmarkt
  1. BIOSCIENTIA Institut für Medizinische Diagnostik GmbH, Ingelheim am Rhein
  2. MULTIVAC Sepp Haggenmüller SE & Co. KG, Wolfertschwenden Raum Memmingen

Die Kommission zieht in ihrem Bericht eine positive Bilanz: Egnos ist seit 2009 in Betrieb. Es ist eine Ergänzung zum Satellitennavigationssystem Global Positioning System (GPS) und macht dieses genauer. Zwei Testsatelliten, Giove A und Giove B, sind im Orbit. Die ersten vier operativen Satelliten sind so gut wie fertig und sollen in diesem und im kommenden Jahr ins All geschossen werden. Die Arbeiten an den Bodenkontrollstationen in Oberpfaffenhofen bei München und im italienischen Fucino stehen ebenfalls kurz vor dem Abschluss.

Allerdings verteuert sich das System noch einmal: Für die Fertigstellung der Galileo-Infrastruktur müssten in den Jahren 2014 bis 2020 weitere 1,9 Milliarden Euro bereitgestellt werden, um die Konstellation auf die endgültige Zahl von 30 Satelliten zu bringen. Zum Start des Systems im Jahr 2014 wird die Konstellation aus 18 Satelliten bestehen. Ursprünglich war geplant, dass das Galileo im Jahr 2008 seinen Betrieb aufnehmen sollte. Ende 2007 stand das Projekt jedoch kurz vor dem Aus.

OHB-Chef muss gehen

Am Tag vor der Veröffentlichung des Berichts hatte das Bremer Technologie- und Raumfahrtunternehmen OHB Technology seinen Chef Berry Smutny wegen despektierlicher Äußerungen über das Satellitennavigationssystem entlassen, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet. OHB baut einen Teil der Satelliten für Galileo.

Smutny hatte 2009 gegenüber dem US-Botschafter in Deutschland Galileo als dumme Idee, die vor allem den Franzosen nutze, und als Verschwendung von Steuergeldern bezeichnet. Der US-Diplomat wiederum hatte Smutnys Aussagen nach Hause gemeldet. Diese Nachricht gehörte jedoch zu den Botschaftsdepeschen, die Wikileaks in die Hände gefallen waren und die die Organisation nach und nach veröffentlicht.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 4,99€
  2. 9,99€

Murmel 21. Jan 2011

Nu ja, mir ist nicht ganz klar was ihr in der Welt zu sagen habt. In der Regel...

Angie 20. Jan 2011

Ja leider, nachdem die Chinesen als Partner des Galileo-Programms das technische Know...

Murmel 20. Jan 2011

:-D Es handelt sich um ein EU-Projekt. Folglich wird es Deine Position maximal auf den...

Anonymer Nutzer 19. Jan 2011

Ein Projekt und noch eins und noch eins und noch eins und noch eins und noch eins und...

wm 19. Jan 2011

Passiert auch da, nur meist hinter verschlossenen Tueren. Kaum eine private Firma wird...


Folgen Sie uns
       


Nokia 1 - Test

Das Nokia 1 ist HMD Globals günstigstes Android-Smartphone, wirklich Spaß macht die Nutzung uns allerdings nicht. Trotz Android Go weist das Gerät Leistungsschwächen auf.

Nokia 1 - Test Video aufrufen
Kailh KS-Switch im Test: Die bessere Alternative zu Cherrys MX Blue
Kailh KS-Switch im Test
Die bessere Alternative zu Cherrys MX Blue

Der chinesische Hersteller Kailh fertigt seit fast 30 Jahren verschiedenste Arten von Schaltern, unter anderem auch Klone von Cherry-MX-Switches für Tastaturen. Der KS-Switch mit goldenem Stempel und markantem Klick ist dabei die bessere Alternative zu Cherrys eigenem MX Blue, wie unser Test zeigt.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Apple-Patent Krümel sollen Macbook-Tastatur nicht mehr stören
  2. Tastaturen Matias bringt Alternative zum Apple Wired Keyboard
  3. Rubberdome-Tastaturen im Test Das Gummi ist nicht dein Feind

Black-Hoodie-Training: Einmal nicht Alien sein, das ist toll!
Black-Hoodie-Training
"Einmal nicht Alien sein, das ist toll!"

Um mehr Kolleginnen im IT-Security-Umfeld zu bekommen, hat die Hackerin Marion Marschalek ein Reverse-Engineering-Training nur für Frauen konzipiert. Die Veranstaltung platzt inzwischen aus allen Nähten.
Von Hauke Gierow

  1. Ryzenfall CTS Labs rechtfertigt sich für seine Disclosure-Strategie
  2. Starcraft Remastered Warum Blizzard einen Buffer Overflow emuliert

Steam Link App ausprobiert: Games in 4K auf das Smartphone streamen
Steam Link App ausprobiert
Games in 4K auf das Smartphone streamen

Mit der Steam Link App lassen sich der Desktop und Spiele vom Computer auf Smartphones übertragen. Im Kurztest mit einem Windows-Desktop und einem Google Pixel 2 klappte das einwandfrei - sogar in 4K.
Ein Bericht von Marc Sauter

  1. Valve Steam Spy steht nach Datenschutzänderungen vor dem Aus
  2. Insel Games Spielehersteller wegen Fake-Reviews von Steam ausgeschlossen
  3. Spieleportal Bitcoin ist Steam zu unbeständig und zu teuer

    •  /