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Linux-Kernel: Torvalds schließt Merge-Fenster für 2.6.38

Der erste Veröffentlichungskandidat des nächsten Linux-Kernels ist erschienen. Damit stehen auch weitgehend alle Funktionen fest, die in Kernel 2.6.38 integriert werden sollen, darunter ein Patch, der Desktopapplikationen beschleunigen soll.
/ Jörg Thoma
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Linus Torvalds(öffnet im neuen Fenster) hat das sogenannte Merge-Fenster für den nächsten Linux-Kernel mit der Versionsnummer 2.6.38 geschlossen und gleichzeitig einen ersten Veröffentlichungskandidaten freigegeben. Ab sofort werden neue Funktionen nur noch unter bestimmten Umständen in die bevorstehende Kernel-Version einfließen.

Zu den prominentesten Funktionen, die in Kernel 2.6.38 integriert werden sollen, gehört ein Patch, der die Arbeit am Desktop beschleunigen soll. Dabei werden Prozesse bestimmter Anwendungen, etwa die von Systemdiensten (Daemons) sowie echten oder Pseudo-Terminals vom Kernel, automatisch in einer Gruppe (Cgroup) zusammengefasst.

Der Scheduler gewährt bei voller Prozessorlast die Hälfte der CPU-Leistung dieser Gruppe, egal wie viele Prozesse darin laufen, statt sie wie bisher auf alle Prozesse gleichermaßen zu verteilen. Desktopanwendungen können die restliche CPU-Leistung für sich reservieren. Der Patch beschleunigt Tastatur- und Mauseingaben sowie Desktopanwendungen vor allem auf Systemen mit nur ein oder zwei CPU-Kernen.

Das Merge-Fenster für Kernel 2.6.38 blieb fast zwei Wochen offen. Nun beginnt die Testphase. Die Veröffentlichung für Linux 2.6.38(öffnet im neuen Fenster) wird für Ende März 2011 erwartet.


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