Fahrsicherheit

Sartre geht auf große Fahrt

Auf einer Teststrecke in Schweden haben Forscher zum ersten Mal ein neuartiges Fahrkonzept für Autos ausprobiert: Ein Pkw fuhr ferngesteuert hinter einem Führungsfahrzeug her. Künftig sollen Autos in solchen Konvois auf europäischen Autobahnen unterwegs sein.

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Fahrsicherheit: Sartre geht auf große Fahrt

Sartre will das Autofahren in der Zukunft erleichtern: Statt sein Auto selbst viele Kilometer über die Autobahn zu chauffieren, gliedert der Fahrer es in einen Konvoi ein, der vom Fahrzeug an der Spitze aus ferngesteuert wird. Er selbst kann sich gemütlich zurücklehnen, an seinem Computer arbeiten, einen Film anschauen oder ein Buch von Jean-Paul Sartre lesen.

Verband aus Autos

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Sartre ist ein europäisches Forschungsprojekt - die Abkürzung steht für Safe Road Trains for the Environment. Im Rahmen des Projekts wird ein System entwickelt, um Autos auf der Straße zu einem Verband zusammenzuschließen. Am Kopf des Verbandes befindet sich ein Lastwagen, der als Führungsfahrzeug fungiert. Das wird von einem Menschen gesteuert. Die anderen Fahrzeuge folgen und steuern sich dabei selbst.

Dazu wird ein Fahrzeug mit einem Kommunikationssystem ausgestattet, das Signale des Führungsfahrzeugs empfängt. Dessen Fahrverhalten - Fahrtrichtung, Geschwindigkeit, Beschleunigung, Bremsen, Lenkbewegungen - wird gemessen und an die Fahrzeuge in dem Verband weitergegeben. Diese setzen die Daten in Steuerbefehle um. Jedes Auto agiert dabei autonom. Es verfügt über eine Reihe von Sensoren, mit denen es beispielsweise die Entfernung zum vorderen und zum hinteren Fahrzeug misst, um den nötigen Sicherheitsabstand einzuhalten.

Erfolgreicher Test

Auf der Teststrecke des schwedischen Autoherstellers Volvo bei Göteborg wurde das System erstmals erfolgreich getestet: Ein Personenwagen fuhr von selbst hinter dem Führungslaster her. Der Fahrer trank in der Zeit Kaffee und las die Zeitung. Der Fahrer, ein Ingenieur von Volvo, zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis. Er gab aber zu, dass er sich unwohl dabei gefühlt habe, die Kontrolle über das Auto abzugeben und Passagier auf dem Fahrersitz zu sein. In kommenden Tests gilt es, mehr Autos in den Verband zu integrieren. Die Autos sollen dann zudem enger hintereinander und mit einer höheren Geschwindigkeit fahren.

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Das Projekt verfolgt drei Ziele: Durch das Fahren im Verband sollen Unfälle, die aus Fahrfehlern resultieren, verhindert werden, was den Verkehr sicherer macht. Außerdem soll auf diese Weise der Treibstoffverbrauch und damit auch der Ausstoß von Kohlendioxid gesenkt werden. Schließlich sollen dadurch Staus verringert werden: Die automatisch gesteuerten Autos können trotz einer Reisegeschwindigkeit von etwa 100 km/h mit einem Abstand von nur wenigen Metern fahren.

Rechtlicher Rahmen

Bis solche Verbände auf europäischen Straßen unterwegs sind, muss jedoch noch einiges getan werden. Unter anderem gilt es, einen einheitlichen rechtlichen Rahmen für solche Konvois zu schaffen. Außerdem müssen Autofahrer davon überzeugt werden, dass das Reisen im Verbund bequem und genauso sicher oder sogar sicherer ist als selbst zu fahren.

Das Projekt ist im September 2009 gestartet und läuft noch bis September 2012. Beteiligt sind sieben Forschungseinrichtungen und Unternehmen aus vier europäischen Ländern, darunter das Institut für Kraftfahrzeuge der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) in Aachen.

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Klarseher 20. Jan 2011

Du weißt aber schon, dass auf Landstraßen ein Limit von 100 km/h gibt, oder? Ein...

Anonymer Nutzer 19. Jan 2011

Die Idee ist ja prinzipiell begruessenswert, aber ich habe zwei NO-GOs in dem Artikel...

Bahnfahrer 19. Jan 2011

Ja genau, bitte keine technische Unterstützung. Nie und nirgendwo! Wer nicht in der Lage...

cartman 19. Jan 2011

und wie sieht das dann aus? "65% des Konvois sind dagegen, dass Harry pinklen geht."???



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