Python 3.2: Release Candidate bringt stabiles ABI

Das Application Binary Interface (ABI) in Python 3.2 soll vor allem beim Einsatz von Python unter Windows dafür sorgen, dass nicht alle Erweiterungsmodule bei einem erneuten Versionssprung der Programmiersprache neu kompiliert werden müssen.
Künftig können Erweiterungsmodule auf eine Sammlung von stabilen APIs zugreifen, die über mehrere Versionen hinaus stabil bleiben sollen. Ausgenommen sind allerdings Module, die auf interne Speicherstrukturen zugreifen.
Darüber hinaus haben die Entwickler die Protokollierung so erweitert, dass sie auch im Json- und Yaml-Format abgespeichert werden können. Das Logging-Modul ermöglicht die Konfiguration über frei definierbare Python-Dictionaries, etwa mit speziellen Formatierungen oder Filtern.
Die E-Mail-Funktion, die bereits in Version 3 eingeführt wurde, kann künftig mit elektronischer Post im Binärformat umgehen, statt lediglich mit einfachem Text. Zudem wurde das Multithreading so verbessert, dass Threads mit einer Barriere versehen werden können, um sicherzustellen, dass zunächst alle Threads abgearbeitet werden, die für den nächsten Prozess relevant sind.
Darüber hinaus wurde das SSL-Modul um einen Container erweitert, in dem Protokolleinstellungen, private Schlüssel oder Zertifikate dauerhaft gespeichert werden können.
Die Entwickler haben alle wichtigen Änderungen in einer Changelog-Datei(öffnet im neuen Fenster) festgehalten. Der Quellcode des ersten Veröffentlichungskandidaten steht auf den Servern des Projekts zum Download zur Verfügung(öffnet im neuen Fenster) . Laut Veröffentlichungsplan(öffnet im neuen Fenster) soll ein zweiter Release Candidate am 29. Januar 2011 erscheinen. Die endgültige Version 3.2 soll dann am 5. Februar 2011 veröffentlicht werden.



