Google

EU-Wettbewerbshüter nehmen Geschäftspraktiken unter die Lupe

Die Europäische Kommission will ganz genau wissen, ob bei der Anzeige von Googles Suchergebnissen immer alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Deshalb hat sie umfangreiche Fragebögen an Kunden und Wettbewerber verschickt.

Artikel veröffentlicht am ,

Hat Google seine marktbeherrschende Stellung bei der Onlinesuche missbraucht oder nicht? Um das herauszufinden, haben die EU-Wettbewerbshüter Ende November 2010 ein formales Untersuchungsverfahren gegen Google eingeleitet. Wie jetzt von der International Herald Tribune berichtet wird, geht die Kommission dabei außerordentlich gründlich vor. Sie hat Fragebögen mit rund 120 Fragen zum Verhalten von Google gegenüber Kunden und Wettbewerbern verschickt. Aus den Antworten will die Kommission herauslesen, ob Google Suchergebnisse manipuliert hat.

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Unter anderem wollen die Wettbewerbshüter von Google-Kunden Folgendes wissen: "Bitte legen Sie dar, ob und wenn ja, in welchem Umfang, Ihre Ausgaben für Werbung bei Google jemals einen Einfluss auf Ihr Ranking in Googles Suchergebnissen gehabt haben. Hat Google Ihnen gegenüber jemals erwähnt, dass höhere Werbeausgaben Ihr Ranking in Googles Suchergebnissen verbessern könnte?" Wenn vorhanden, sollten die Befragten auch "unterstützende Dokumente" für ihre Aussagen beibringen.

Von spezialisierten Suchanbietern wollen die Marktwächter wissen, wie viel Traffic von Google und anderen Suchmaschinen wie Bing und Yahoo zu ihrem Angebot geleitet wurde. Außerdem fragen sie danach, welche Auswirkungen die Einführung spezialisierter Suchangebote durch Google auf die Spezialanbieter hatte. Schließlich sollen die spezialisierten Suchanbieter mitteilen, ob sie "von der Existenz von Features in Googles Suchalgorithmus wissen, die [...] das Ranking oder die Anzeige Ihres speziellen Suchangebots benachteiligen."

Welchen Unternehmen die Fragebögen im Einzelnen zugesandt wurden, ist nicht bekannt.

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Ein Google-Sprecher erklärte am Donnerstag, dass das Unternehmen "mit der Kommission zusammenarbeiten werde, um alle Befürchtungen zu zerstreuen". [von Robert A. Gehring]

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