NPAPI Clearsitedata: Löschen von Flash-Cookies wird einfacher

Über die neue Schnittstelle NPAPI Clearsitedata können die von Flash lokal gespeicherten Daten direkt über die Browsereinstellungen zusammen mit Cookies und HTML5-Storage verwaltet werden. Flashs Local Storage beziehungsweise die Local Shared Objects (LSO) werden von einigen Diensten im Web genutzt, um das Verhalten von Nutzern überwachen zu können. Ähnlich wie mit Cookies lassen sich Nutzer so wiedererkennen.
Allerdings können die von Flash lokal gespeicherten Daten bislang nicht über die Browsereinstellungen gelöscht werden. Sie bleiben also auch dann erhalten, wenn ein Nutzer seine Cookies löscht, um nicht wiedererkannt zu werden. Das soll sich demnächst ändern.
Dazu haben einige Unternehmen, darunter Adobe, Mozilla und Google, die Schnittstelle NPAPI Clearsitedata(öffnet im neuen Fenster) entwickelt, die am 5. Januar 2011 zur Implementierung freigegeben(öffnet im neuen Fenster) wurde. Damit wird es dann möglich sein, über die Browsereinstellungen auch via Flash lokal gespeicherte Daten zu löschen. Browserhersteller können so ihren Nutzern künftig ermöglichen, per Cookie, Flash oder HTML5 lokal gespeicherte Daten an einer zentralen Stelle zu verwalten.
Nach Angaben von Emmy Huang(öffnet im neuen Fenster) , die als Produktmanagerin bei Adobe für den Flash Player zuständig ist, wird Google die neue Schnittstelle in den kommenden Wochen in einer Entwicklerversion von Chrome unterstützen, die dann über den Chrome-Dev-Channel(öffnet im neuen Fenster) zur Verfügung stehen wird. Weitere Browserhersteller sollen folgen.
Zudem will Adobe den Einstellungsdialog des Flash Players überarbeiten und einfacher gestalten. Es soll außerdem künftig möglich werden, die Einstellungen des Flash Players auch direkt über die Systemeinstellungen vorzunehmen. Bislang kann der Dialog, über den sich das Speichern lokaler Daten verwalten und auch komplett unterbinden lässt, nur direkt aus dem Flash Player heraus aufgerufen werden.



