Mobile Performance: Wie lassen sich mobile Webseiten schneller machen?

Steve Souders will sich künftig fast ausschließlich der "Mobile Performance" widmen(öffnet im neuen Fenster) . Er hat einst bei Yahoo und später bei Google das Thema Website-Performance untersucht und einige maßgebliche Arbeiten dazu veröffentlicht.
Während es für Desktopbrowser mittlerweile diverse Tools wie Firebug , Page Speed , YSlow! oder die Entwicklertools der Browser zur Performance-Analyse gibt, fehlen solche Werkzeuge für mobile Browser bislang weitgehend.
Auch Googles Page-Speed-Team hat sich des Themas angenommen und im Dezember 2010 den PCAP Web Performance Analyzer(öffnet im neuen Fenster) veröffentlicht. Damit lassen sich PCAP-Dateien für mobile Endgeräte erstellen(öffnet im neuen Fenster) , um die Netzwerkdaten in Form eines Wasserfalldiagramms zu visualisieren.


Die ersten Analysen mit dem Tool haben laut Bryan McQuade und Libo Song aus dem Page-Speed-Team schon zu interessanteren Ergebnissen geführt: So wurde deutlich, dass der Android-Browser auf vier gleichzeitige TCP-Verbindungen beschränkt ist. Bei Desktopbrowsern liegt das Limit höher, was unter anderem genutzt wird, um die Ladegeschwindigkeit von Webseiten durch Nutzung möglichst vieler paralleler Verbindungen zu erhöhen. Auf Android verlangsamt dies die Ladegeschwindigkeit eher, so dass es hier besonders ratsam ist, CSS, Javascript und Bilder in möglichst wenige Dateien zusammenzufügen.
Steve Souders hat indessen das Mobile Perf Bookmarklet(öffnet im neuen Fenster) entwickelt, das verschiedene auf Javascript basierende Tools in mobilen Browsern verfügbar macht, darunter Firebug Lite(öffnet im neuen Fenster) , DOM Monster(öffnet im neuen Fenster) , SpriteMe(öffnet im neuen Fenster) , CSSess(öffnet im neuen Fenster) und Zoompf(öffnet im neuen Fenster) . Hinzu kommt mit Page Resources(öffnet im neuen Fenster) ein von Souders selbst entwickeltes Werkzeug.
Damit stehen nun erste rudimentäre Werkzeuge bereit, um sich dem Thema Mobile Performance zu nähern. Dementsprechend stehen die Untersuchungen aber noch ganz am Anfang und es bedarf weiterer Werkzeuge und der Unterstützung von Browserherstellern, um zu ergründen, was bei der Entwicklung von Webapplikationen für mobile Endgeräte zu beachten ist.



