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Google Chrome künftig ohne H.264

Googles Browser Chrome werde den Videostandard H.264 in Zukunft nicht mehr unterstützen, kündigt Google an. Auf diese Weise wolle Google seinen eigenen offenen Webvideostandard WebM voranbringen.

Artikel veröffentlicht am ,
WebM: Google Chrome künftig ohne H.264

In Sachen Webvideo hat Google bisher einen sehr pragmatischen Ansatz verfolgt, obwohl Google mit WebM einen eigenen offenen Videostandard geschaffen hat: Sowohl Chrome als auch Youtube unterstützen den mit Patenten behafteten Industriestandard H.264 ebenso wie die freien Videoformate WebM und Ogg Theora.

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Das wird sich künftig ändern: Googles Browser Chrome soll in Zukunft nur noch freie Formate wie WebM und Ogg Theora unterstützen. Die Unterstützung von H.264 wird in den nächsten Monaten entfernt. Google tut es damit Mozilla und Opera gleich, deren Browser ebenfalls nur offene Formate abspielen. Apple und Microsoft hingegen setzen auf H.264.

Google argumentiert, WebM habe sich seit der Veröffentlichung im Mai 2010 gut entwickelt. Das Open-Source-Modell habe dazu geführt, dass die Leistung der Decoder und Encoder deutlich verbessert wurde, FFMpeg habe eine zweite freie Implementierung des Codecs geschaffen und es gebe eine breite Unterstützung bei Browsern, Werkzeugen und Hardwareherstellern. Google geht davon aus, dass es hier eine weitere dynamische Entwicklung geben wird.

Chrome-Nutzer werden dennoch nicht auf die Wiedergabe von H.264-Videos verzichten müssen, denn bekanntlich bringt Chrome eine eigene Version von Adobe Flash mit, die auch weiterhin H.264 unterstützen wird. Damit lassen sich zwar keine Videos abspielen, die per Videotag eingebettet wurden, aber auf dem Umweg über Flash werden sich die Videos auch in Chrome abspielen lassen.

Zum Thema Android hat sich Google nicht geäußert, denn der hier verwendete Browser unterstützt ebenfalls H.264. Eine Abkehr scheint hier noch nicht möglich, denn die mobilen Endgeräte sind in aller Regel auf Beschleunigerchips angewiesen und diese unterstützen in der breiten Masse zwar H.264, aber noch kein WebM. Immerhin kommen hier die ersten Chips mit WebM-Beschleunigung langsam auf den Markt.

Auf dem Desktop könnte Google den Weg gehen und die Berechnung der Videos selbst in der GPU vornehmen, schließlich ist geplant, Chrome konsequent auf GPU-Beschleunigung auszulegen.



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hachre 13. Jan 2011

Was verstehst du denn unter vernünftig?

karl. 13. Jan 2011

Und auch für dich: VP8 gibts als Option zum nachinstallieren, WebM gibts gar nicht...

nate 13. Jan 2011

Gute Frage. Gegenfrage: wollen wir uns im Web videoformattechnisch komplett von der Au...

nate 13. Jan 2011

Da gibt es IMHO schlimmere. Thomson bzw. deren italienische Kloppertruppe Sisvel kommen...

nate 13. Jan 2011

CUDA an sich wäre komplett unsinnig, da es nur von einem der drei großen...


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