Via: Controller für vier USB-3.0-Ports ist fertig
Wie Via auf der CES Golem.de erklärte, hat das Unternehmen den VL800 und mehrere Adapterkarten beim USB Implementors Forum (USB-IF) eingereicht. Das geschah kurz vor dem Jahreswechsel, und nun wartet Via auf die Zertifizierung. Erst danach kann der VL800 an Hersteller von PCs und Adapterkarten ausgeliefert und mit dem Superspeed-Logo für USB 3.0 versehen werden.
Die Tests durch das USB-IF können Via zufolge Wochen oder Monate dauern. Dass das an technischen Schwächen des eigenen Produkts liegen könnte, vermutet der taiwanische Chiphersteller nicht. Vielmehr stellt der Hostadapter auch die Testgeräte vor unerwartete Probleme: Die sind nämlich laut Via nur auf gleichzeitige Prüfungen von zwei Ports ausgelegt.
Dabei geht es nicht allein um Übertragungsgeschwindigkeiten und Kompatibilität, sondern auch um elektrische Parameter. Diese müssen an allen Ports vom selben Messgerät kontrolliert werden, um Beeinflussungen durch verschiedene Apparate auszuschließen. Via ist sehr zuversichtlich, dass Hard- und Software des VL800 die Prüfungen überstehen. Spätestens Mitte 2011 sollen Geräte mit dem Chip im Handel sein.
Neben den vier Ports soll der Baustein noch andere Vorteile bieten. So sollen die Leitungen vom Hostadapter bis zu den Buchsen viel länger sein können als beim weit verbreiteten NEC-Chip für zwei Ports. Das erleichtert und verbilligt das Design von Mainboards, vor allem bei Notebooks, bei denen der Platz stärker begrenzt ist. Dass die NEC-Chips stets sehr nahe an den Ports platziert sind, ist bei allen Mainboards mit USB 3.0 auffällig, auch bei den neuen Sandy-Bridge-Mainboards. Hier verbaut selbst Intel – das bisher USB 3.0 nicht in eigenen Chipsätzen unterstützt – derzeit den NEC-Baustein.